Die Wegwarte (Cichorium intybus) gehört zur Familie der Korbblütler und fällt mit ihren leuchtend blauen Blüten auf, die sich morgens zur Sonne öffnen und nachmittags verwelken. Diese robuste Pflanze ist oft an Wegrändern, Feldrainen und trockenen Wiesen zu finden und wächst bevorzugt auf sonnigen Standorten mit nährstoffreichen Böden.
Die Wegwarte ist seit Jahrhunderten als Kultur- und Wildpflanze bekannt. Ihre Blätter, Blüten und Wurzeln wurden traditionell in der Küche und als Tee verwendet. Die Pflanze enthält Bitterstoffe wie Lactucin, Flavonoide und Inulin.
Wegwarte-Tee – Mild mit leicht bitterer Note
Zubereitung:
- 2 Teelöffel getrocknetes Kraut mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen
- 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen
- Nach Belieben pur genießen oder mit Honig verfeinern
Der Tee hat einen milden, leicht bitteren Geschmack und kann auch mit anderen Kräutern wie Petersilie oder Zitronenmelisse kombiniert werden.
Die Wegwarte in der Küche und Tradition
- Junge Blätter wurden früher in Wildkräutersalaten verwendet
- Die Wurzel diente als Kaffeeersatz
- Die Blüten wurden zum Dekorieren von Speisen genutzt
Interessantes über die Wegwarte
- Die Blüten öffnen sich nur bei Sonnenschein – daher wird sie auch „Sonnenwende“ genannt
- Inulin, ein in der Pflanze enthaltener Ballaststoff, ist besonders in den Wurzeln zu finden