Der Waldmeister (Galium odoratum) gehört zur Familie der Rötegewächse und wächst bevorzugt in schattigen Laubwäldern auf nährstoffreichen Böden. Die Pflanze ist an ihren schlanken, vierkantigen Stängeln und den quirlförmig angeordneten, lanzettlichen Blättern erkennbar. Im Frühjahr entwickelt sie zarte, weiße, sternförmige Blüten, die von Mai bis Juni blühen.
Besonders auffällig ist sein feines, süßliches Aroma, das an Vanille und frisches Heu erinnert. Dieser Duft entsteht durch den Inhaltsstoff Cumarin, der erst nach dem Trocknen des Krauts zur Geltung kommt.
Waldmeister-Tee – Fein würzig mit frühlingshaftem Duft
Zubereitung:
- 1 Teelöffel getrocknetes Waldmeisterkraut mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen
- 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen
- Pur genießen oder nach Belieben mit Honig oder Zitronenscheiben verfeinern
Der Tee hat einen angenehm milden, leicht süßlichen Geschmack mit einem dezenten Heuaroma. Er kann auch mit anderen Kräutern wie Melisse oder Zitronenverbene kombiniert werden.
Waldmeister in der Küche – Tradition und Genuss
Waldmeister wird seit Jahrhunderten für die Zubereitung von Getränken und Süßspeisen verwendet. Besonders bekannt ist der Maitrank oder die Waldmeister-Bowle, ein traditionelles Frühlingsgetränk. Auch als Zutat für Desserts, Gelees oder Sirup erfreut sich die Pflanze großer Beliebtheit.
Wissenswertes zu Waldmeister
Da Waldmeister Cumarin enthält, sollte er in Maßen genossen werden. Personen mit einer Empfindlichkeit gegenüber Cumarin oder mit Lebererkrankungen sollten auf übermäßigen Konsum verzichten.