Der Vogelknöterich (Polygonum aviculare) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist in ganz Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet. Die einjährige Pflanze wächst bevorzugt an Wegrändern, auf Schuttplätzen, Wiesen und Ödland. Sie ist an ihren langen, schmalen Blättern und knotig gegliederten Stängeln zu erkennen, die ihr den Namen „Knöterich“ verleihen.
Der Vogelknöterich blüht von Juli bis September und bildet kleine, unscheinbare, grünlich-weiße bis rosa Blüten. Die Pflanze ist bekannt dafür, robust und widerstandsfähig zu sein – selbst an trockenen oder verdichteten Böden gedeiht sie problemlos. Ihre Samen sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, was ihr ebenfalls den Namen eingebracht hat.
Vogelknöterich-Tee – Mild und leicht herb im Geschmack
Der Tee aus Vogelknöterich hat einen milden, leicht zusammenziehenden Geschmack. Er wird traditionell pur getrunken oder mit anderen Kräutern kombiniert.
Zubereitung:
- 2 Teelöffel getrocknetes Kraut mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen
- 10–15 Minuten ziehen lassen, anschließend abseihen
- Nach Belieben pur genießen oder mit Honig leicht süßen
Interessantes zur Pflanze
Vogelknöterich enthält Pflanzenschleime, Kieselsäure, Gerbstoffe, Flavonoide und ätherische Öle. Bereits in der traditionellen Pflanzenkunde wurde er aufgrund seiner Vielseitigkeit geschätzt. Sein hoher Kieselsäuregehalt macht ihn zu einer interessanten Pflanze für Teemischungen.
In der Natur spielt der Vogelknöterich eine bedeutende Rolle: Er dient als Nahrungsquelle für Vögel und Insekten und wächst oft auf stark beanspruchten Böden, wo andere Pflanzen nicht gedeihen.