Herzfreund Weißdorn

Er stärkt die Leistung der Herzmuskelzellen

Der bei uns häufig vorkommende Baum oder Strauch erreicht eine Höhe von bis zu drei Metern. Er trägt dornige Zweige mit gelappten Blättern. Im Mai und Juni erscheinen die weißen oder rosaroten Blüten. Die Beerenfrüchte sind länglich und dunkelrot. Das Rosengewächs bevorzugt mäßig warme Standorte in Hecken und an Waldrändern, steinige Berghänge, besonders lehmigen Boden. Wildrosen und Schlehen sind seine Nachbarn. Als Droge werden die Blüten, die Blätter und die Früchte gebraucht, seltener auch die Rinde junger Zweige.
Die Erntezeit betreffend ist zu unterscheiden
Die Blätter- und Blütenbüschel werden im Frühling kurz vor der vollen Blüte gesammelt, und die reifen Früchte im Herbst nach dem ersten Frost geerntet. Alle Teile werden schattig - die Früchte im warmen Raum, dann künstlich - getrocknet und in verschlossenen Gefäßen vor Staub, Feuchtigkeit und Licht geschützt aufbewahrt.

Die Wirkstoffe im Weißdorn
Sie erweitern in milder aber anhaltender Weise die Kranzgefäße des Herzens und stärken die Leistung der Herzmuskelzellen. Sie helfen vor allem bei den chronischen degenerativen Erkrankungen des Herzens und der Herzkranzgefäße, bei Herzinsuffizienz sowie bei drohender Arteriosklerose, und dies besonders im Alter. Der Weißdorn stellt heute das meist gebrauchte Herzmittel dar. Er dient allgemein als wichtiges „Pflegemittel für das alternde Herz“. Neben der Herzstärkung werden dem Weißdorn mit vollem Recht weitere Wirkungen zugeschrieben: krampfstillend, blutdruckausgleichend, harntreibend, beruhigend bei nervösen Störungen und schlechtem Schlaf. Weißdorn hilft auch bei Schwindel, Ohrensausen, Gicht und Blasensteinen.

Als unbestrittene Voraussetzung gilt
Eine sichere Heilwirkung lässt sich nur dann erreichen, wenn die Droge kurmäßig über eine lange Zeit, das heißt über Monate, ja sogar über Jahre hinweg genommen wird. Eine Langdauer-Anwendung ist hier nicht problematisch, denn erfreulicherweise besteht beim Weißdorn keine Gefahr der Unverträglichkeit oder schädlicher Nebenwirkungen, auch nicht die der Gewöhnung bei Daueranwendung.

Blüten und Blätter einzeln oder gemischt
Im Heißaufguss als Tee zubereiten. 1 Esslöffel voll mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Täglich 2 bis 3 Schalen dieses Weißdorn-Tees mit Honig gesüßt warm trinken.

Kaltansatz mit zerstoßenen Weißdorn-Früchten
7 bis 8 Stunden stehen lassen, kurz aufkochen, abseihen. 2 bis 3 Schalen am Tag mit Honigbeigabe schluckweise trinken.

Die sogenannte Crataegus-Tinktur aus der Apotheke
Sie wird aus dem Weißdorn hergestellt und ärztlich verordnet. Ihre Auswirkung bedarf ebenfalls der Beobachtung durch den Arzt. Gerade dieser alkoholische Auszug, richtig dosiert, hat eine ausgezeichnete Heilwirkung. 1. Bei Herzschwäche. - 2. Nach Infektionskrankheiten. - 3. Bei Herzwassersucht. - 4. Herzkranz-Arterienverkalkung. - 5. Herzklappenfehler. - 6. Bei Fettherz. - 7. Herzerweiterung.

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