Weihrauchduft hebt die Stimmung

Nicht nur zu Weihnachten

Weihnacht und Weihrauch – zwei Begriffe, die sich kaum voneinander trennen lassen. Einige Körner Weihrauch auf glühende Räucherkohle im Weihrauchfass, in der Räucherpfanne oder auf die Herdplatte gegeben, steigt bald duftender Rauch auf. Er bildet eine Wolke und entschwindet dann unserem Auge.
„Alles, was an uns materiell, greifbar ist, wird verklärt, umwoben und erhoben. Wir spüren, dass wir mehr sind als bloß Materie. Das Seelisch-Geistige, der Odem Gottes in uns, setzt sich durch.“ So sagte Kräuterpfarrer Weidinger.

In den Raunächten
(zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Jänner)
Da ist es vor allem in ländlichen Gegend Brauch, Haus und Hof auszuräuchern. Der Weihrauchduft soll schädliche Einflüsse abwehren. Der emporsteigende Weihrauch ist Zeichen des Gebetes und der festlichen Freude. Vielfach geschieht diese Segnung im Zusammenhang mit dem Sternsingen.

Weihrauchduft wirkt reinigend, harmonisierend und desinfizierend
Er stärkt Lunge, Nerven, Herz und Gehirn. Die Atemwege werden gereinigt. Weihrauch fördert das Denken und regt zur geistigen Arbeit an. Eine Atmosphäre des Friedens und der inneren Ruhe wird vermittelt. Sorgen werden in den Hintergrund gedrängt, das Umsetzen von Ideen in die Wirklichkeit wird erleichtert. Weihrauch erfüllt Wohnräume und Kleider mit Duft, vertreibt unangenehme Gerüche in alten Häusern. Bei den Gottesdiensten erfrischt und erquickt Weihrauch die Kirchenbesucher mit herrlichem Wohlgeruch, versetzt in Feierstimmung löst vom Irdischen, Materiellen und erhebt des Menschen Geist zu Gott empor. Er fördert die Spiritualität, macht ausgeglichen und friedfertig.

Weihrauch oder Olibanum
Man gewinnt dieses Harz aus dem eingetrockneten Milchsaft der Boswelliabäume in Somalia, Indien, Südarabien sowie den Künstenregionen Jemens und Omans. Das an der Luft erstarrte Gummiharz besteht aus gelblichen, rötlichen oder bräunlichen, außen meist weißbestäubten Körnern, die bei normaler Temperatur fast geruchlos sind. Erst beim Erhitzen entwickeln sie einen aromatischen Duft. Der bedeutendste Handelsweg im Nahen Osten des Altertums hieß Weihrauchstraße. Weihrauch war im Altertum ein königliches Geschenk, kostbar und teuer. Im Neuen Testament ist er eines der drei „Weihnachtsgeschenke“ der Magier aus dem Osten an den neugeborenen König und Messias. Beim feierlichen Gottesdienst gerade zur Weihnachtszeit können wir es erleben, wie der Priester den Weihrauch auf die glühenden Kohlen legt und das feine weiße Wölkchen leicht und duftig vor dem Altar aufsteigt. Der äußerst angenehme Duft erhebt die Herzen von Groß und Klein, von Jung und Alt: es ist Feiertag.

Neben der bekannten Verwendung als Räucherwerk ist der Weihrauch – sei es als Korn oder als ätherisches Öl – ein gesuchter und geschätzter Bestandteil vieler Parfums und Kosmetikartikel.

Zubereitung und Anwendung eines Massageöls
5 Tropfen ätherisches Weihrauchöl mit 2 Esslöffeln kaltgepresstem Olivenöl gut verrühren. Es eignet sich ausgezeichnet zur Brustmassage bei Asthma und schweren Hustenanfällen sowie als Bauchmassage bei zu starker Menstruation. Bei alternder Haut mit diesem Massageöl Einreibungen durchgeführt, verleihen Spannkraft und verzögern gleichzeitig die Faltenbildung.

Ätherisches Weihrauchöl, eines der besten Lungenantiseptika
Bei Bronchitis, Katarrhen der Luftwege und bei Asthma soll man damit inhalieren. Dazu in ein Gefäß mit ca. 1 l kochendem Wasser 5 Tropfen Öl geben. Mit einem Frottierhandtuch Kopf und Gefäß abdecken und 8 bis 10 Minuten inhalieren. Zwischendurch das Tuch heben, damit sauerstoffreiche Luft Zutritt findet, und wenn nötig noch einige Tropfen ätherisches Weihrauchöl nachgeben.

In eine Duftlampe geträufelt
Im Zimmer aufgestellt, vermittelt der Weihrauchduft innere Ruhe, bei geistig schaffenden Menschen fördert er die Sammlung der Gedanken und die Meditation.

Eine spezielle Weihrauch-Lotion
Kräuterpfarrer Weidinger hat sie nach seinen langjährigen Erfahrungen zusammengestellt. Dieses erprobte Einreibemittel leistet großartige Dienste bei müden Muskeln und schmerzenden Gelenken. Es bringt bei Muskelkater oder Muskelschmerzen sowie bei Muskelschwund, bei Arthrose, Rheuma- und Gelenksschmerzen spürbare Erleichterung. – Auch gegen unschöne Hautfalten eignet sich die Weihrauch-Lotion als stimulierendes Hautwasser für die anspruchsvolle, trockene, reife und empfindliche Haut. Alternde, trockene Haut erhält ihre Spannkraft zurück. Dieses Hautpflegemittel wirkt zellerneuernd und verzögert die Faltenbildung.

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