Waldmeister, ein hervorragendes Beruhigungsmittel

Waldmeister regt den Kreislauf an, stärkt die Nerven und die Herztätigkeit

Die Pflanze kommt gesellig wachsend vor. Sie bildet oft ansehnliche Kolonien und kann als gebietsweise häufig betrachtet werden. Waldmeister bevorzugt schattige Buchenwälder, ist jedoch auch in anderen Wäldern, vor allem in Mischwäldern, anzutreffen, mag aber keine Kalkböden.
Aus dem Gewirr unterirdischer Wurzeln wachsen zeitig im Frühjahr 10 bis 30 cm hohe, aufsteigende Stängel mit Quirlen lanzettlicher Blätter empor. Die Ränder der Blätter sind rau. Die Stängel schließen mit kleinen, weißen, duftenden Blütendolden ab.

Ernte
Das Kraut wird vor Beginn der Blüte (Blütezeit von April bis Juni) gesammelt. Man schneidet die ganze Pflanze ab und trocknet sie schnell im Schatten oder in Darren bei Temperaturen bis zu 35 °C. Die Droge verfärbt sich dunkel, duftet wie Heu und schmeckt bitter. Im Dunklen und in verschlossenen Behältern aufbewahren. Das enthaltene Cumarin macht den Harn klar und wirkt keimtötend – vorausgesetzt man verwendet getrockneten Waldmeister. Weiters sind Gerb- und Bitterstoffe vorhanden.

Auf eines sei aufmerksam gemacht
Vorsicht, denn stärkere Gaben von Waldmeister können Schwindelanfälle, Erbrechen und Kopfschmerzen verursachen!

Wirkung
Diese Heilpflanze regt den Kreislauf an, stärkt die Nerven und die Herztätigkeit und leistet Hilfe bei Erregungszuständen. Keime in den Harnwegen werden getötet, die Lebertätigkeit verbessert, die Verdauung gefördert, Leibschmerzen gelindert und Würmer abgetrieben.

So wird Waldmeister-Tee zubereitet
2 Teelöffel frisches oder getrocknetes Kraut mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Nach dem Abseihen 1 Esslöffel Honig einrühren (Vorsicht bei Diabetikern!).

Waldmeister-Teekur
6 Wochen täglich abends 1 Stunde vor dem Schlafengehen 1 Schale getrunken, wirkt vorbeugend gegen Nervenschwäche, Melancholie und trübe Stimmung.

Als Schlaftrunk
In diesem Fall den Tee kurz vor dem Zubettgehen einnehmen.

Tee gezielt anwenden
Bei Migräne, schmerzhafter Menstruation und Schwermut gilt Waldmeister-Tee als ein hervorragendes Mittel. Täglich 2 bis 3 Schalen schluckweise mit Honig gesüßt trinken.

Äußerliche Anwendung
In Form von Bädern und Umschlägen zur Heilung von eitrigen Wunden, Ausschlägen und Geschwüren.

Maitrank oder Waldmeister-Bowle
Dieses erfrischende Getränk ist bekannt und sehr beliebt. – Blühendes, angewelktes Waldmeisterkraut kurz abwaschen und abtropfen lassen, zu einem Sträußchen binden, in ein Glasgefäß hängen, mit 1 l Weißwein und 1 l Sekt übergießen. Kalt stellen, nach 1/2 Stunde das Sträußchen herausnehmen und das Getränk leicht mit Honig süßen. Um den Geschmack noch zu verfeinern, kann man zusammen mit dem Waldmeister frisch geschnittene Erdbeeren ansetzen. Kurz vor dem Servieren abseihen. Diese Bowle erfreut Herz und Gemüt.

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