Vernünftige Zuspeise

In der Alantwurzel eine Alternative vorfinden

05.03.
2017
Vorsätze sind da, um ...?
Richtig: um gehalten zu werden. Das Gegenteil davon kennt wohl jeder aus der persönlichen Erfahrung. Immerhin ist man ja dabei auch der eigene Chef, der fordern oder eben auch dispensieren kann. Und gerade jetzt, ein paar Tage nach Aschermittwoch, wo man sich einiges vorgenommen hat, klopfen bereits die kleinen Versuchungen an, die uns meinen machen wollen, dass alles eh nicht so schlimm ist.

Mit dem Alant (Inula helenium) verbinden wir wohl kaum eine gaumenschmeichelnde Verführung, wie sie Schlagobers, Schokocreme oder ein knusprig gebratenes Häppchen darzustellen imstande sind. In erster Linie fällt das Augenmerk bei den Wirkkräften des Korbblütlers auf seine Atemwege und Haut stärkenden Effekte. Will man z. B. einen Tee zubereiten, so verwendet man eben die Wurzel des Gewächses. Doch dürfen wir mit dem Heilkraut Alant durchaus auch in den internen Haushalt unseres Organismus hineingehen und diesem in Form einer regelmäßigen gesundheitsfördernden Anwendung Beachtung schenken. Bevor dieses mannshoch emporwachsende Kraut sich schickt, seine oberirdische Gestalt auszubilden, verbirgt sich unter der Erde eine gute und heilbringende Kraft.

Durch seinen Gehalt an Inulin ist die Wurzel, wenn sie dementsprechend zubereitet wird, eine leichtverdauliche Nahrung, die eben dadurch dem Körper weder viel Energie abringt noch für eher bedenkliche Ablagerungen in den Gefäßen bzw. der vorhandenen Fettschicht sorgt. Also ist es sicher ratsam, die Vernunft walten zu lassen, wenn wir dabei sind, dem Leib die Zügel ein wenig straffer anzulegen.

Wurzelgemüse im Frühling
Bereits im März und im darauffolgenden April kann man aus dem garteneigenen Beet die Wurzeln des Alants ausgraben und nach gründlicher Reinigung unter fließendem Wasser als Gemüse aufbereiten. Dieses ist für den Magen leicht zu verarbeiten und erweist sich gerade für Diabetiker als eine gute Alternative zu all den „verbotenen“ Köstlichkeiten, die einem als Hauptmahlzeit oder Nachspeise das Leben nicht unbedingt leichter machen.

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