Sehnsucht Gottes – Mensch

Eine biblische Facette des Advents

30.11.
2013
„Adam, wo bist du?": So kennen wir den Ruf Gottes  nach dem Sündenfall des Menschen (vgl. Gen 3, 9). Der Schöpfer weicht nicht von der Seite der Geschaffenen und sucht sie, sobald sie sich von ihm entfernen.
Als Abbild Gottes setzte der Herr die Menschen in das Paradies, um mit ihnen Leben, Freude und Glück zu teilen. Die Negation zu diesem festen Wunsch Gottes durch den Sündenfall blieb nicht ohne Konsequenzen.

Abraham ist der neue „Versuch Gottes": Um im Gelobten Land neu zu beginnen. Voll Sehnsucht spricht Gott zu Abraham: „Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.“ (Gen 12, 1) Der Allmächtige möchte es nicht dabei bewenden lassen, dass die Menschen seine Liebe immer wieder negieren.

Der Schmerz Gottes über die Untreue der Menschen: Lässt an den Propheten Jeremia folgende Worte ergehen: „Auf! Ruf Jerusalem laut ins Ohr: So spricht der Herr: Ich denke an deine Jugendtreue, an die Liebe deiner Brautzeit, wie du mir in der Wüste gefolgt bist, im Land ohne Aussaat.“ (Jer 2, 2) Die Erfahrungen der menschlichen Zuneigung und deren Verletzungen klingen hier seitens des Herrn der Welt an.

Im Hohenlied des Alten Testamentes: Schwingt sich das Verhältnis Gottes zu den Menschen und seinem auserwählten Volk in einem atemberaubenden Text zu einer Symphonie der Sehnsucht empor, die nur Liebende fähig sind, zum Ausdruck zu bringen.

In letzter Konsequenz: Nimmt Gott Menschengestalt an und erscheint der ganzen Welt durch die Geburt aus der Jungfrau Maria. Am Ende seiner Erdentage, als Jesus mit den Jüngern zusammen im Abendmahlssaal versammelt war, bringt er das Sehnen Gottes nochmals zum Ausdruck: „Ich habe mich sehr danach gesehnt, dieses Paschamahl mit euch zu essen, bevor ich leide." (Lk 22, 15) Ja, Gott gibt uns nicht auf. Die Kirche hält das Warten des Schöpfers auf uns Menschen auch heute durch die Feier der Eucharistie wach.

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