Schafgarbe (Achillea millefolium)

Der Korbblütler als aromatisches Bittermittel

Die Schafgarbe ist ein Korbblütler mit fiederschnittigen Blättern. Sie blüht von Juni bis Oktober auf Wiesen, an Weg- und Feldrändern. Die Pflanze wird bis zu 50 cm hoch und bildet kleine weiße oder rosa Blütenköpfchen. Sie ist sehr genügsam und widerstandsfähig, stellt kaum Ansprüche an den Boden. Nässe oder feuchte Plätze meidet sie jedoch. Den Sommer über schneidet man das ganze blühende Kraut handbreit über dem Boden ab und hängt es gebündelt an einem schattigen Ort zum Trocknen auf. Dicke und holzige Stängelteile werden aussortiert. Aber nicht wegwerfen, man kann sie noch für Bäder verwenden.
Das ätherische Öl und der Bitterstoff
Diese Inhaltsstoffe machen die Schafgarbe zu einem aromatischen Bittermittel. Dies begründet auch die Verwendung zur Appetitanregung, bei Darm- und Gallenbeschwerden. Das Azulen enthaltende ätherische Öl entfaltet darüber hinaus desinfizierende, entzündungsdwidrige und krampfstillende Eigenschaften.

Der hohe Gehalt an Kalium
Regt die Tätigkeit der Nieren an, was die Schafgarbe für Frühjahrs- und Herbstkuren empfiehlt.

Schafgarben-Tee
Er reguliert den Blutkreislauf und dient als gutes Magenmittel sowie zur Appetitanregung. Der Tee hilft auch gegen Leber- und Gallenbeschwerden sowie bei Periodenschmerzen und als ideales Hilfsmittel in den Wechseljahren. Die Pflanze hat weiters eine zusammenziehende Wirkung auf die Venen, weshalb sie bei Krampfadern und Hämorrhoiden nützlich ist. Nicht zuletzt hat der Schafgarben-Tee blutstillende Eigenschaften und eignet sich, äußerlich angewandt, zur Wundbehandlung. – 2 Teelöffel getrocknetes, zerkleinertes Kraut mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3-mal täglich 1 Schale trinken. – Bei empfindlichen Menschen könnten jedoch Hautausschläge auftreten, wenn der Tee zu lange angewandt wird!

Achtung
Eine Überdosierung mit Schafgarbe kann zu Schwindel und Kopfweh führen. In freier Natur kann die Pflanze bei Kontakt mit sensiblen Menschen eine Allergie auslösen. Man spricht von einer Wiesendermatitis.

Vitaminreiches Gewürz
Geben Sie junge, frische Schafgarbenblätter klein geschnitten zu Soßen, Suppen und Käseaufstrichen. Dies schmeckt nicht nur fein, sondern vermittelt unserem Körper auch viele Vitamine und wertvolle Mineralstoffe.

Schafgarben-Presssaft
Er wird aus den zerstoßenen, frischen Blättern oder aus der ganzen blühenden Pflanze hergestellt. Er leistet Wertvolles zur Verbesserung der Blutzirkulation, was besonders in den Wechseljahren wichtig ist. Ebenso stärkt er die Unterleibsorgane von Mann und Frau, ist gleichzeitig stoffwechselfördernd, blutreinigend und venenwirksam. Der Saft erleichtert die Herzarbeit, hilft bei Herzklopfen, bei beschleunigtem Puls und bei übermäßigem Blutandrang zum Kopf. Auch bei Schwindel, zur Normalisierung der Monatsblutung, bei Krampfadern und Hämorrhoiden ist der Schafgarben-Saft zu empfehlen. Man nimmt früh und abends jeweils 1 Esslöffel davon als Beimischung zu einem Glas warmer Milch ein.

Schafgarben-Auszug vom Kräuterpfarrer
Der Auszug wird durch ein wenig Alkohol (20 %) haltbar gemacht und ist daher das ganze Jahr über erhältlich. Eine Kur wirkt stoffwechselfördernd und blutreinigend, zudem werden unsere Widerstandskräfte beachtlich gestärkt. – Man soll von diesem Auszug 3-mal täglich 1 Esslöffel voll einnehmen.

Erste Hilfe
Saubere, junge Schafgarbenblätter zerreiben und auf frische Wunden legen, um Blutungen zu stillen. – Bei Nasenblüten führt jenes alte Hausmittel rasch zum Erfolg: Frische, saubere Schafgarbenblätter zerdrücken, vor die Nase halten und aufziehen. Den Kopf dabei aber gerade halten und nicht nach rückwärts lehnen. Im Winter gibt man bei Nasenbluten pulverisiertes Schafgarben-Blüten-Blätter-Gemisch in die Nase.

Ein stärkendes Bad
2 Hände voll getrocknetes, zerkleinertes Blüten-Blätter-Gemisch der Schafgarbe mit 3 l kochendem Wasser übergießen, 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und den Tee dem Badewasser beifügen. – Schwächliche Kinder soll man 2- bis 3-mal in der Woche ein solches Bad nehmen lassen. Es wirkt stärkend und fördert eine gesunde Entwicklung.

Marzipan-Bratäpfel

Herrlich in der Vorweihnachtszeit. mehr lesen

Hagebutten-Marmelade

Zur geistigen Anregung, zur Beruhigung, gegen Allergie-Anfälligkeit. mehr lesen

Der Kräuterpfarrer und seine Künstler

An der Seite des Kräuterpfarrers stehen einige Künstler, die mit ihrem Schaffen seine Bücher und Zeitschriften verschönern .... mehr lesen

Wüste – Erfahrung

Die heilige Theresa von Ávila: Ist eine sympathische Frau. Von ihr kennen wir den berühmten Ausspruch: „Wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn, wenn Fasten, dann Fasten." Die Rebhühner, die nun nach der Schneeschmelze an den Feldrainen den Frühling begrüßen, haben eindeutig Schonzeit. Jetzt geht es um das Fasten. mehr lesen