Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Altbekanntes Heil- und Würzkraut

Dieses Sonnenkind aus dem Süden ist ursprünglich an den felsigen Steilhängen des Mittelmeeres daheim. Wildwachsend bei uns nicht anzutreffen, eignet es sich aber für Zimmer- und Kübelkultur. Ab Ende Mai bis Mitte Oktober kann man den Rosmarin an sonnige, trockene Stellen in den Garten verpflanzen. Er passt auch hübsch auf Terrassen oder in Steingärten, wo er seinen kampferartig aromatischen Duft verströmt. Diesen kälteempfindlichen Lippenblütler muss man jedoch bei uns im Haus überwintern.
Altbekanntes Heil- und Würzkraut
Der buschig verzweigte Halbstrauch kann ein bis zwei Meter hoch werden. Die bis zu drei Zentimeter langen Blätter sind steif, ledrig und sehen Tannennadeln ähnlich. Sie liefern uns das herrliche Rosmarin-Gewürz, welches den Speisen ein südländisches Aroma verleiht. Die weißen bis blassblauen Blüten erscheinen von März bis Juni.

In der Küche werden Blätter und junge Triebspitzen frisch oder getrocknet gerne herangezogen. Man muss jedoch sparsam dosieren. Sie lassen sich als Würze für Fischgerichte, Wild, Käsetoast, Lammbraten, Gemüsesuppen und Eintöpfe sowie als Beigabe zu Streichkäse bestens verwenden. Schweinefilet mit Rosmarin bestreut ist ein Tipp für ausgesprochene Feinschmecker.

Des Rosmarins Hilfskraft für die Gesundheit
Diese Pflanze stärkt vor allem den Willen zum Leben. Immer wenn die Ich-Kräfte zu schwach sind, Lust, Antrieb und Freude verloren gehen, weckt der Rosmarin auf, festigt den Willen und die Bereitschaft, etwas zu tun. Jeder Rosmarinstock im Haus ist ein „Geheimagent des guten Willens“. Er wirkt schon durch seine Anwesenheit und wird zum bleibenden Dank an den Schöpfer.
Rosmarintee: 2 Teelöffel zerkleinerte Rosmarin-Zweigspitzen mit 1/4 l Wasser überbrühen, 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Morgens und untertags eine Schale dieses Tees getrunken, muntert auf und erfrischt. Rosmarintee sollte man daher nicht am Abend einnehmen, denn es könnte Einschlafschwierigkeiten verursachen!

Wertvolle Eigenschaften dieses Tees: Er wirkt allgemein anregend auf das Herz und die Nebennieren. Trägheit, Unlust und Migräne schwinden. Rosmarin stärkt das Gedächtnis und die Nerven. Er stellt ein gutes Antiseptikum für die Atemwege und die Verdauungsorgane dar. Hilft weiters bei Rheuma und Gicht, bei Menstruationsschmerzen, Erkrankungen der Leber sowie bei Gallenleiden. Auch Gliederschwäche, nervöse Herzbeschwerden und Schwindel bessern sich durch die Anwendung von Rosmarintee.

Eine Eigenart des Rosmarins
Wer unter niedrigem Blutdruck leidet und kurmäßig 3 Wochen lang den Tee trinkt, kann bald feststellen, dass sich sein Blutdruck normalisiert. – Aber auch im umgekehrten Fall, bei Bluthochdruck, erfährt man durch dieses Heilkraut merklich Hilfe.
Hausgemachter Rosmarinwein: Zur Blütezeit die Zweiglein schneiden, im Schatten bei Zugluft trocknen. Auf diese Weise verstärken sich Geruch und Geschmack. Dann das Trockengut zerrebeln und 150 g der Droge mit 1 l mildem, gutem Rotwein übergießen, in einem breithalsigen Weißglasgefäß 10 Tage lang gut verschlossen stehen lassen und schließlich filtrieren. – Dieser Trunk hilft nicht nur zur Herzstärkung, sondern auch bei geistiger Erschöpfung, zur Harnförderung, bei Magenschwäche, Bleichsucht, Seh- und Gehörschwäche und zur Blutreinigung. Man trinke täglich nüchtern am Morgen und eine Stunde vor dem Mittag- und Abendessen je ein Stamperl Rosmarinwein.

Rosmarin-Hautcreme
Sie wirkt stark durchblutungsfördernd und belebend, hilft bei kalten Händen und Füßen sowie bei migräneartigen Kopfschmerzen, weiters bei grauem und grünem Star, Heiserkeit, Müdigkeit, Muskelschwund, müden Beinen, Ohrensausen, Parkinson und Wetterfühligkeit. Diese Hautcreme wird in unserem Kräuterhof nach der Originalrezeptur von Kräuterpfarrer Weidinger mit natürlichen Rohstoffen hergestellt und ist in unserem Onlineshop erhältlich.

Marzipan-Bratäpfel

Herrlich in der Vorweihnachtszeit. mehr lesen

Hagebutten-Marmelade

Zur geistigen Anregung, zur Beruhigung, gegen Allergie-Anfälligkeit. mehr lesen

Der Kräuterpfarrer und seine Künstler

An der Seite des Kräuterpfarrers stehen einige Künstler, die mit ihrem Schaffen seine Bücher und Zeitschriften verschönern .... mehr lesen

Wüste – Erfahrung

Die heilige Theresa von Ávila: Ist eine sympathische Frau. Von ihr kennen wir den berühmten Ausspruch: „Wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn, wenn Fasten, dann Fasten." Die Rebhühner, die nun nach der Schneeschmelze an den Feldrainen den Frühling begrüßen, haben eindeutig Schonzeit. Jetzt geht es um das Fasten. mehr lesen