Nach den ersten Frösten Schlehenfrüchte sammeln

Tee, Marmelade, Schnaps oder Mus ...

An Waldrändern, auf Heiden und Weiden ist der Schlehdorn zu finden. Häufig wird er wegen seiner Dornen als Naturhecke gepflanzt. Der bis zu 3 m hohe Strauch bevorzugt Kalkböden und meidet Lehmböden. Er eignet sich zur Anpflanzung von Rutschterrain, denn seine reichlichen, weit ausholenden Wurzeln sind wie geschaffen, um das Erdreich zu binden. Von April bis Mai leuchten uns die weißen Blüten entgegen. Seine Früchte grüßen uns im Herbst.
Die kugeligen, blaubereiften Steinfrüchte
Haben einen herben, zusammenziehenden Geschmack, welchen sie erst nach öfterem Durchfrieren unter dem Einfluss der Herbstfröste verlieren. Dann werden die Schlehen weich und genießbar. Frost senkt den Gerbstoffgehalt in der sehr harten Steinfrucht. Dadurch kristallisiert sich das Aroma dieser typischen Wildfrucht heraus.

Schlehenfrüchte-Tee
2 Teelöffel voll getrocknete Früchte mit dem Hammer zerschlagen und mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3 Schalen täglich getrunken, erweist sich als rasch und stark zusammenziehend und ist daher hilfreich gegen Durchfall.

Schlehen-Marmelade-Zubereitung
Die Schlehen waschen und mit frischem kaltem Wasser übergießen, in dem sie über Nacht liegen bleiben. Das Wasser abgießen, die Früchte erneut mit etwas Wasser versetzen und unter beständigem Rühren weichkochen. Nach dem Erkalten durch ein Sieb passieren und den Brei abwiegen. Pro kg Schlehenbrei 1/4 l Wein und 375 g Zucker hinzugeben. Das Ganze zu Marmelade dickkochen. Anstatt Wein kann man auch Essig verwenden. Schlehen-Marmelade tut unserem Organismus gut. Bei morgendlicher Appetitlosigkeit und vor allem Menschen mit wenig Magensaftsekretion sollen morgens ein Stück Vollkornbrot mit Schlehen-Marmelade-Aufstrich verzehren. Es tut auch Niere und Blase gut. Man soll nicht die Wichtigkeit des morgendlichen Frühstücks für seine Gesundheit unterschätzen.

Herstellung von Schlehenschnaps
Die geernteten Schlehen nicht waschen, sondern einzeln mit einem Baumwolltuch abwischen. In ein weithalsiges Glasgefäß füllen, mit Obstbrand übergießen, verschließen. 5 Wochen lang an einen warmen Ort und dann 2 Wochen kühl stellen, danach filtrieren. Zuletzt noch 6 Monate bis 1 Jahr im Keller lagern. – In kleinen Gläschen genossen, fördert dieser köstliche rubinrote Schnaps die Verdauung und beugt Erkältungen vor. Er hilft auch gegen Blähungen, Völlegefühl, bei Durchfall und Erkrankungen der Atemwege. Schlehenschnaps eignet sich nicht zuletzt zum Spülen bei Mund- und Zahngeschwüren.

Schlehenmus
Schlehenfrüchte mit ein wenig Apfelessig zu einem feinen Mus verarbeiten. Dies schmeckt köstlich zu Wildgerichten.

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