Maria – Johannes

Die Grundberufungen des Menschen unter dem Kreuz

12.04.
2017
Die mittelalterliche Kunst zeigt es sehr beeindruckend: In den erhaltenen Beispielen der Triumphkreuze dominieren außer dem Kruzifix zwei Personen die Darstellungen: es sind die Mutter Jesu und der Lieblingsjünger des Herrn, Johannes.
Kreuz in der Pfarrkirche Schönbühel, © Foto:
                                    Kräuterpfarrer Benedikt O.Praem.
Kreuz in der Pfarrkirche Schönbühel, © Foto: Kräuterpfarrer Benedikt O.Praem.
Einerseits sind sie die Stellvertreter der Kirche, die gleichsam aus der Seitenwunde Christi entspringt. Auf der anderen Seite repräsentieren die beiden die Adressaten des Erlösungswerkes Gottes. Wie Adam und Eva einst unter dem Paradiesesbaum sich den Tod einhandelten, so geht jetzt durch den Marterpfahl des Kreuzes das Leben hervor.

Im Johannesevangelium dürfen wir es lesen
Der sterbende Heiland behält nichts für sich. Er übergibt vor seinem Hinscheiden seinen Freund Johannes seiner Mutter und stellt Johannes unter den mütterlichen Schutz Mariens. Bei genauerem Betrachten des Textes der Leidensgeschichte entdecken wir, dass Christus Begriffe verwendet, die vor allem bei der Geburt eines Kindes relevant sind: Mutter und Sohn. Im schmerzvollen Prozess der Kreuzigung Jesu dürfen wir vor allem heute erkennen, dass dabei wie bei einer Geburt das Leben her- und weitergegeben wird, damit andere es in Empfang nehmen.

Das Kreuz hat immer das Leben zum Ziel
Mit dem Tod Jesu stirbt letztendlich der Tod selbst. Maria und Johannes unter dem Kreuz sagen uns, dass es die edelste Berufung des Menschen ist, das Leben von Gott als Geschenk unverdient und bedingungslos anzunehmen und es mit den anderen zu teilen. Dadurch vermehrt es sich und trägt vielfache Frucht wie das Korn, aus dem zuerst die Halme und dann die Ähren wachsen. Halten wir in diesen Tagen der Karwoche und Osterzeit inne, gehen wir hin zum Kreuz und überhören wir nicht unsere Berufung zum Leben mit Gott.

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