Kren, Küchengewürz und Heilmittel zugleich

Die vielfältige Heilwirkung dieser Pflanze

Der Kren oder Meerrettich ist ein Kreuzblütler. Er hat einen ein- oder vierköpfigen Wurzelstock in Rüben- oder Walzenform. Die grundständigen Blätter sind langgestielt, bis zu 1 m lang und gekerbt. Wenn der Blütenstängel emporschießt, erscheinen unten kleine, langgestielte, fiederspaltige Blätter.
Die Blütenrispe ist weiß. Die Wurzel kann man ab September bis Ende Februar graben. Am besten wird sie frisch verwendet oder man steckt sie ungewaschen im Keller in feuchten Sand, um sie dort zu lagern.

Die vielfältige Heilwirkung dieser Pflanze
1. Bei Nierenbeckenentzündung. – 2. Harnleiterentzündung. – 3. Blasenreizung. – 4. Mandelentzündung. – 5. Grippe. – 6. Luftröhrenkatarrh. – 7. Bronchitis. – 8. Ebenso bei Störungen des Magen-Darm-Kanals, und zwar bei mangelhafter oder fehlender Salzsäurebildung im Magen. – 9. Bei Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse. – 10. Bei Leber-, Gallen- und Darmfunktionsschwäche. – Kren ist ein wichtiger Vitamin-C-Spender. Gleichzeitig regt er die Magen- und Darmschleimhäute stark an. Längere Zeit hindurch täglich Kren genossen, kann auf Stoffwechselleiden wie Gicht, Rheuma und Zuckerkrankheit günstig einwirken.

Kren-Breiauflagen, altbewährt und vielfach angewandt
Sie helfen bei Nervenschmerzen, Ischias, Fuß-, Knie-, Rücken- und Armneuralgien. Sogar bei schmerzhaften Beschwerden des Magens, wie Krämpfe und Geschwüre, sind beachtliche Erfolge zu melden. Sehr wirksam sind Breiauflagen mit Gerstenmehl, Apfelessig und frisch gerissenem Kren zubereitet. Die Breiauflage verbleibt solange oben, bis auf der bedeckten Hautstelle ein leichtes Brennen auftritt. Bei empfindlicher Haut reibt man sie vor der Auflage leicht mit Schweineschmalz ein, das gleiche auch bei allfälliger Hautrötung nach der Anwendung. – Frisch geriebenen Kren mit einigen Tropfen kaltgepresstem Olivenöl auf ein Tuch gestrichen und dieses auf den Nacken gelegt, vertreibt Kopfschmerzen.

Um den Harn keimfrei zu machen
Werden 4 volle Esslöffel frischgeriebener Kren mit 1/2 l 5%igem Apfelessig übergossen und gut durchgerührt. In 1/2 l abgekochtem Wasser 20 g Traubenzucker auflösen. Erkalten lassen, mit der ersten Flüssigkeit zusammengießen. 4 Tage kühl lagern. Man nimmt davon täglich 3 bis 4 Esslöffel voll ein.

Krenessig beschert eine saubere, fleckenlose Haut
50 g geriebenen, frischen Kren in 1 l Apfelessig 8 Tage lang im mäßig warmen Raum ansetzen, dann abseihen, dunkel und kühl lagern. – Morgens und abends nimmt man 3 Esslöffel davon für 1/8 l lauwarmes Wasser, weicht einen Waschlappen darin ein, drückt leicht aus und reibt mehrmals hintereinander die zu behandelnden Stellen ein. Es geht dabei vor allem um Sommersprossen, Leberflecken und Akne. Nach der Behandlung nicht abtrocknen, sondern einziehen lassen.

Bei Schnupfen gut bewährt
Je 1 Esslöffel frisch geriebenen Kren, frischen Zwiebelsaft und Honig gut miteinander vermischen. Alle 2 bis 3 Stunden 1 Teelöffel voll davon eingenommen, das hat seine Wirkung noch nie verfehlt.

Karotten-Zucchini-Krenaufstrich
30 g Butter, 250 g Topfen, 120 g Sauerrahm, 1 Karotte, 150 g Zucchini, 1 bis 2 Esslöffel geriebenen Kren, Kräutersalz, gemahlenen Kümmel, Pfeffer und etwas Zitronensaft. – Zucchini und Karotte waschen, putzen und fein reiben. Butter schaumig rühren, mit Topfen, Gemüse und Gewürzen gut verrühren. Würzig abschmecken und mit Vollkornbrot servieren.

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