Johanniskraut – tröstender Freund

Das Kraut wirkt wundheilend, schmerzlindernd sowie beruhigend.

Früher kannte man die Droge auch unter dem Namen „Gottesgnadenkraut“, „Jageteufel“, „Sankt Johannisblut“ oder „Hexenkraut“. Der Sage nach sei die Pflanze an jenem Ort empor gewachsen, wo das Blut Johannes des Täufers hingefallen war. Die liebliche Pflanze hat um Johanni (24. Juni) seine schönste Blütezeit.
Vorkommen und Wirkstoffe
Man findet die Heilpflanze in ganz Europa, Nordafrika und Westasien. Das Johanniskraut kann zwischen 30 und 60 cm hoch werden. Seine Blätter sind länglich und oval, die Stängel sind zweikantig und nach oben hin verzweigt. Die Blüten sind fünfstrahlig und besitzen eine goldgelbe Farbe. Die leicht zu erkennenden schwarzen Punkte, welche wie kleine Sterne aussehen, weisen auf ihre Wirkung hin. Der Wirkstoff Hypericin aktiviert den Stoffwechsel, dadurch wird der Sauerstoff schneller an die Zellen weitergegeben. Auch ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Favonoide sind in der Pflanze enthalten.

Anwendungsgebiete
Durch seine Inhaltsstoffe wirkt das Kraut wundheilend, schmerzlindernd sowie beruhigend. Außerdem hat es als Gemütserheller einen hervorragenden Ruf. Johanniskraut hat sich als wertvoller Helfer bei schlecht heilenden Wunden, Blutergüssen und nach Insektenstichen erwiesen. Für die innerliche Anwendung können die Blüten sowie die Blätter als Tee-Aufguss zubereitet werden. Die Heilpflanze ist jenen zu empfehlen, die an nervlichen Beschwerden leiden, wie Depressionen, Unruhe oder Schlaflosigkeit. Sie erzielt aber auch bei Menstruationsschmerzen und rheumatischen Problemen gute Erfolge. Äußerliche verwendet man das Johanniskrautöl bzw. einen alkoholischen Auszug.

Johanniskrautöl des Kräuterpfarrers
Durch Einreibungen kann man Nervenentzündungen, Quetschungen sowie Hautabschürfungen entgegenwirken. Sie können Johanniskrautöl, das in unserem Kräuterhof noch heute nach dem Rezept von Kräuterpfarrer Weidinger hergestellt wird, über unseren Webshop bestellen – auch unsere Beratung hilft bei Fragen gerne weiter!

Nebenwirkungen
Da es zu Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Medikamenten-Einnahme kommen kann, ist Johanniskraut apothekenpflichtig. – Auch hellhäutige Menschen sollten die Pflanze mit Sorgfalt anwenden, denn egal ob äußerlich oder innerlich herangezogen, macht es die Haut lichtempfindlich.

Zur Selbstherstellung
Bad: Zerschneiden Sie das frische, blühende Kraut und füllen Sie es in einen Beutel. Befestigen Sie diesen am Wasserhahn und lassen Sie heißes Wasser darüberlaufen. Die Badedauer beträgt ca. 15 Minuten.
Gesichtswaschungen: Falls Sie eine fettige Gesichtshaut haben, empfehlen wir folgendes: 15 g Johanniskrautblüten mit kochendem Wasser übergießen eine Viertelstunde ziehen lassen, abseihen. Nach dem Auskühlen das Gesicht mit dem Tee waschen. – Sie können auch Dampfbäder mit dem Kraut durchführen, dies öffnet nicht nur die Poren, sondern hebt auch die Stimmung.
Likör: 60 g getrocknetes Kraut in 1 l starkem Obstler ansetzen. Zitronenscheiben beifügen. Die Mischung verschlossen 3 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen. Schließlich filtrieren und 100 g Bienenhonig einrühren, abfüllen und einige Monate dunkel und kühl lagern.

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