In memoriam Dieter Dorner

Eine Radiolegende ist von uns gegangen

19.04.
2012
Er war unsere Telefon-Tonband-Stimme: Dieter Dorner ist am 17. April 2012 "heim gegangen".
„Freunde der Heilkräuter. Grüß Gott! Sie werden in Kürze weiter verbunden.“ So meldet sich unser Telefon-Tonband auf 02844/7070-…, wenn gerade besetzt ist oder wenn man außerhalb der Bürozeiten anruft. Es ist die bekannte Radiostimme von Dieter Dorner.

Die Nachricht vom plötzlichen Ableben (17. April) des ORF-Moderators hat wohl auch bei uns tiefe Betroffenheit ausgelöst. Unsere Anteilnahme gilt seiner Gattin und seinen Kindern.

Gründungsmitglied von Ö3, Ö3-Wecker, „Wer weiß mehr“, „Help“, Magazin für die Frau, … In vielen Sendungen und Initiativen hat er als Radio-Legende seine Spuren hinterlassen. Man hört seine Stimme immer noch – wenn die Mittagsglocken aus der Steiermark kommen, auch bei Fernseh-Kultursendungen aus der „Grünen Mark“, bei religiösen Themen, usw.

In seinem Haus in Mureck war Pfarrer Weidinger wiederholt zu Gast. Die Beziehung der beiden begann am 13. Mai 1981, als Weidinger sein Buch „Heilkräuter anbauen, sammeln, nützen, schützen“ (Band 1) in einer Pressekonferenz im Stift Geras präsentierte (ich erinnere mich noch gut daran, auch an das markante Datum – auf der Heimfahrt hörte ich im Autoradio die Meldung vom Attentat auf Papst Johannes Paul II.). Dieter Dorner erzählte von dieser ersten Begegnung bei der großen Feier zu Weidingers 90. Geburtstag 2008 in Wien (Bild oben) – und im Vorwort zu Weidingers Buch „Lasst mich vom leben reden“: „Am Anfang unserer Bekanntschaft lag ein besonderes Geschenk: ein Gespräch, ein Erzählen von Geschichten aus einer Welt, die mir fremd und doch so nahe war … Ich bin dankbar für unsere Zusammenarbeit und freue mich, dass viele Menschen die persönliche Nähe zum Kräuterpfarrer finden …“

Dass Weidinger ab 1981 im ORF so präsent war – sein medialer Senkrechtstart als „Kräuterpfarrer“ – daran hatte Dieter Dorner wesentlichen Anteil. Denn eben ab diesem Jahr leitete er beim ORF Kärnten die Abteilungen Jugend, Gesellschaft, Familie und Religion. Wochentags Vormittag gab es das „Magazin für die Frau“, wo regelmäßig der Kräuterpfarrer zu Wort kam – am Aschermittwoch und am Karfreitag gehörte ihm die ganze Sendung. An einem Aufnahmetag für mehrere Sendungen in Klagenfurt entstand die bekannte Anekdote „Ich bin eine Ringelblume“ (nachzulesen im gleichnamigen Buch).

Dorner war auch an einem weiteren Buch maßgeblich beteiligt, am Taschenbuch „Tips von Kräuterpfarrer Weidinger“: „Warum Menschen den Kräuterpfarrer hören, sehen und lesen? Warum der Kräuterpfarrer jedem etwas zu sagen hat? Weil er mit der Natur lebt … Weil er an das, was er sagt auch glaubt … Sein Leben heißt Sorge für andere.“

Nicht nur bei seiner Familie in Mureck war Dieter Dorner daheim, sondern auch bei den Mönchen am Berg Athos. Dort hat er nun seinen irdischen Weg beendet – und ist „heim gegangen“.

Karl Wanko, Obmann

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