Grüne Vorschau

Am Haselnussstrauch die Blätter ersehnen

25.03.
2017
Was noch nicht ist, das kann noch werden. Es ist die Hoffnung, die viele von uns über Wasser hält, wenn es z. B. mit dem Voranschreiten des Frühlings noch eine Weile dauern wird. Aber irgendwann gewinnt die Wärme die Oberhand und dann wird es gut sein, bereits einen Plan parat zu haben, auf was man sich beim großen Angebot der Natur konzentrieren möchte.
Schließlich gilt es, zum richtigen Zeitpunkt auf das jeweils Vorhandene zuzugreifen. Das betrifft auch für die Haselnuss (Corylus avellana). Allergiker wurden ja bereits vor langem vor der Präsenz der Blütenpollen des Nusslieferanten gewarnt. Der Haselstrauch ist immer sehr früh mit dem Blühen dran.

Wenige wissen, dass man dann bereits die voll ausgebildeten männlichen, länglich von den Ästen hängenden Kätzchen verwenden und nach dem Trocknen zu einem Tee aufgießen kann.

Eine anderer Gewächsteil, der mit Pollen jedoch überhaupt nichts am Hut hat, ist das Blatt des Haselnussstrauches. Wie von vielen Bäumen und Stauden kann man auch von der Hasel die grüne Pracht für die Unterstützung der leiblichen Gesundheit heranziehen.

Mit anderen bekannteren Heildrogen stimmt eben auch die Haselnuss bildlich gesprochen mit ein in einen Akkord, der sich aus Pflanzen aufbaut, die vor allem für eine bessere Konsistenz des Blutes sorgen. Da wären z. B. die Brennnesseln und die Birkenblätter in diesem Zusammenhang zu nennen.

Aber bleiben wir bei unserem heutigen Stargast in dieser Kolumne, von dem wir im Regelfall nur die reifen Früchte für gut halten, wie das vergleichsweise auch die Eichkätzchen oder die Spechte tun. Bald jedoch werden sich auf den Zweigen des Haselstrauches die Blätter entfalten. Und dann sollten wir bereit sein, sie zu ernten und aufzuarbeiten.

Tee zum Blutreinigen
Wenn aus den Haselnusssträuchern die frischen Blätter austreiben, können diese gesammelt und getrocknet werden. Für einen Liter Tee nimmt man 4 Esslöffel Droge, zerrebelt sie klein, um daraus im Heißaufguss einen Tee zuzubereiten, den man 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lässt und dann in eine Thermoskanne griffbereit abfüllt. Tagsüber getrunken, kann er die Blutreinigung unterstützen.

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