Gemeinschaft

Gemeinschaft entsteht im Zusammenrücken.

30.08.
2010
Einer der gewichtigsten Sätze der Klosterregel des heiligen Augustinus lautet: „Lebt alle wie ein Herz und eine Seele zusammen und ehrt gegenseitig in euch Gott; denn jeder von euch ist sein Tempel geworden.“
Wenn ich durch unsere schönen Angerdörfer fahre oder über die Plätze der alten Städte dies- und jenseits der Grenze schlendere, bewundere ich immer die einzelnen Häuser, die da dicht an dicht stehen. Keines gleicht dam anderen und doch haben sie alle dieselbe Funktion. Jede Fassade hat ein anderes Gesicht und doch leben unter allen Dächern Menschen und Familien. Jedes Haus ist bewohnt.

Wenn ich dann vor die Städte und Dörfer ziehe, und sehe, wie im Bauland ein aufwändigeres Haus nach dem anderen entsteht, fällt mir eines auf: sie stehen auseinander. Jeder möchte seine Privatsphäre wahren mit dem eigenen Garten und dem eigenen Grund. Keiner möchte mehr an den anderen angrenzen. Die eigenartige Folge daraus ist, dass man erst recht von seinem Wohn- und Schlafzimmer in das des Nachbarn sehen kann, einander förmlich ausgeliefert.

Gemeinschaft, denke ich, entsteht im Zusammenrücken. Sie wird aufgebaut im gegenseitigen Respekt voreinander, im Ehren des anderen und in der gegenseitigen Hilfe, wo es nötig ist. Das gegenseitige Ausliefern in unseren Tagen und das gleichzeitige Bedürfnis, das Private immer mehr heilig zu sprechen, stehen einander unversöhnt gegenüber.

Vielleicht gilt der Satz des heiligen Augustinus nicht nur für die Männer und Frauen hinter Klostermauern. Er kann, ernst genommen, auch für alle Menschen fruchtbringend gelebt werden.

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