Erdäpfel, der Vitamin C-Lieferant

Ein beliebter Kraftspender

Die Kartoffel oder der Erdapfel, Solanum tuberosum, stellt einen wahren Kraftspender dar. Die Frucht besteht aus 80 % Wasser und 15 % Stärke, dem Energieträger, der für den menschlichen Genuss aber erst durch Garen aufgeschlossen werden muss.
Der Giftstoff „Solanin“ ist in den rohen Erdäpfeln als Nachtschattengewächs zwar enthalten, verschwindet aber durch das Kochen. Die Erdäpfel dunkel und kühl lagern, etwaige Austriebe entfernen. Bei längerer Lagerung wird das Faulen im Keller verhindert, indem man ein Gefäß mit Kalk aufstellt. Dieses muss natürlich offen bleiben.

Gesundheitswert
Der beachtliche Kaliumgehalt fördert die Entwässerung des Körpers unter Schonung des Herzens. Ein überbeanspruchtes Herz kann mit salzfreier Erdäpfelkost normalisiert werden. – In der kalten Jahreszeit sind Erdäpfel unsere wertvollsten Vitamin-C-Lieferanten, daher sollen sie auf keinem Speiseplan fehlen. Aber auch in äußerlicher Anwendung brachten die Erdäpfel als alte Hausmittel seit eh und je Hilfe bei vielerlei Beschwerden.

Bei auffallend großen Tränensäcken
1 rohen Erdapfel reiben, mit 1 Teelöffel Topfen (Quark) vermischen. In einer Schale im Wasserbad erwärmen und auf die Tränensäcke streichen. Nach Schwinden der angenehmen Temperatur erneuern. 20 bis 30 Minuten durchführen.

Gichtfinger-Schmerzen loswerden
Dafür kocht man abends 3 stärkehaltige Erdäpfel, seiht das Wasser ab, fügt den Erdäpfeln samt Schale 2 bis 3 Esslöffel grobe Weizenkleie hinzu und drückt alles gut mit den Fingern ab. Den Brei streicht man über die angeschwollenen, schmerzenden Finger und reibt sie wie beim „Einseifen“ ein. Bevor das Ganze erkaltet, wischt man die Masse wieder weg und gibt einen neuen warmen Brei darüber. Die Behandlung sollte etwa 10 Minuten andauern. Dann wäscht man die Hände mit lauwarmem Wasser ab, trocknet nach und legt ein Honigpflaster darauf. Über Nacht oben lassen, morgens erneuern.

Übersäuerung des Magens
Dieses Leiden kann durch Erdäpfelpüree, längere Zeit hindurch eingenommen, geheilt werden. – Der Vorteil dieser so einfachen Kur liegt darin, dass der Kranke der Erdäpfel nicht so rasch überdrüssig wird, da sich durch Beigabe von Milch, Butter, Rahm und Joghurt nicht nur der Nährwert steigern lässt, sondern auch Abwechslung geboten wird.

Wie man „Kutscher-Erdäpfel“ zubereitet
Mit der Schale gekochte feste Erdäpfel schälen und in Scheiben schneiden. Champignons blättrig schneiden, zerkleinerte Zwiebel, etwas Majoran, eine Messerspitze Piment und Muskat, 1 Zehe zerdrückten Knoblauch hinzugeben. Mit (eingefrorener) Petersilie und Dill würzen. In Würfel geschnittenen Hartkäse beifügen. Alles gut durchmengen, in eine ausgefettete Form füllen und überbacken.

Erdäpfelsuppe nach Bauernart
750 g rohe Erdäpfel schälen und würfeln. 1 große Zwiebel in Stücke schneiden, 2 Lauchstangen in Ringe. 2 Möhren zerkleinern. 50 g Butter in einem Topf erhitzen. Das ganze Gemüse darin 15 Minuten lang dünsten. Mit 1 l Gemüsesuppe auffüllen und ein Thymian-Petersilien-Lorbeerblatt-Sträußchen zufügen. Die Suppe salzen und leicht pfeffern. Zugedeckt 35 Minuten lang köcheln lassen. Das Sträußchen entfernen. Die Suppe mit dem Mixer pürieren. Mit feingehacktem Schnittlauch bestreuen.

Marzipan-Bratäpfel

Herrlich in der Vorweihnachtszeit. mehr lesen

Hagebutten-Marmelade

Zur geistigen Anregung, zur Beruhigung, gegen Allergie-Anfälligkeit. mehr lesen

Der Kräuterpfarrer und seine Künstler

An der Seite des Kräuterpfarrers stehen einige Künstler, die mit ihrem Schaffen seine Bücher und Zeitschriften verschönern .... mehr lesen

Wüste – Erfahrung

Die heilige Theresa von Ávila: Ist eine sympathische Frau. Von ihr kennen wir den berühmten Ausspruch: „Wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn, wenn Fasten, dann Fasten." Die Rebhühner, die nun nach der Schneeschmelze an den Feldrainen den Frühling begrüßen, haben eindeutig Schonzeit. Jetzt geht es um das Fasten. mehr lesen