Eine Brücke

Also diesmal in „ganz eigener Sache“

27.11.
2014
„A.E.I.O.U.“ – der bekannte Habsburger-Wahlspruch. Kräuterpfarrer Weidinger hat ihn einmal anlässlich eines runden Geburtstages so zitiert: „Alte Esel jubilieren ohne Unterlass.“ Nun, ich habe weder Weidingers Jubeljahre (75, 80, 85) erreicht, noch werde ich je seine Größe erreichen, aber mit 70 ist man doch nicht mehr ganz jung. Und ich danke an dieser Stelle für alle Freuden, die mir zum runden Geburtstag zuteil geworden sind!
Eine besondere Überraschung war die „Karlsbrücke“. Bei der Generalversammlung unseres Vereines am 23. November führte mich unser Herr Benedikt ans Fenster, um einen Blick hinunter zu werfen auf unsere Brücke im Kräutergarten, die nun laut origineller Aufschrift meinen Namen tragen soll. – Aus meiner Sicht völlig unverdientermaßen, denn die Brücke war ausschließlich Weidingers Idee für unseren Garten anno 1998/99. Viele unserer Gartenbesucher sind seither darüber gegangen und oft war sie ein idealer Platz für ein Gruppenfoto.

Wenn ich dennoch darin einen Sinn sehe, dann den, dass ich meine Obmannschaft als Brücke verstehe – von Kräuterpfarrer zu Kräuterpfarrer, von Hermann-Josef Weidinger zu Benedikt Felsinger. Nach Weidingers Heimgang 2004 durfte ich die schöne Aufgabe übernehmen, mit unserem Team als Obmann sein Erbe weiterzutragen, in dem Bewusstsein, dass mit Herrn Benedikt wieder ein Kräuterpfarrer da ist, der diese Rolle mit seinem eigenen Charisma erfüllt und entfaltet. Solange ich dir, lieber Benedikt, als Obmann gemeinsam mit Melitta Blaim mit den administrativen Vereins- und Geschäftsangelegenheiten den Rücken frei halten kann für dein Wirken, werde ich es tun.

Bei dieser Brücken-Episode hat Herr Benedikt das Lied „Warum denn bauen wir nicht Brücken zueinander“ angestimmt und damit die grenzüberschreitende Dimension unserer Arbeit mit hereingenommen, wobei die Musik eine ideale Brücke darstellt. Das Lied haben wir schon zu Pfarrer Rauschers Zeiten im Jugendchor gesungen. Später ist es zum Symbol-Lied für die „Hudebni spoluprace“ (musikalische Zusammenarbeit) geworden.

Damit sind wir nun bei unserem Gründer Pfarrer Karl Rauscher angelangt, der vor 35 Jahren (+ am 21.11.1979) seinen irdischen Weg vollendet hat. Wir haben seiner in der Christkönigs-Festmesse gedacht und als Zeichen des Dankes einen Kranz auf sein Grab gelegt. Dass ich schon bei dieser ersten „Kräuterpfarrer-Brücke“ von Rauscher zu Weidinger dabei sein durfte, darauf bin ich ein bisschen  stolz und vor allem dankbar. Mehr als die Hälfte meiner 70 Lebensjahre bin ich nun mit diesem Verein verbunden, in dessen Werdegang sich manches so gefügt hat, als wäre eine höhere Hand im Spiel gewesen.

In Dankbarkeit,
Karl Wanko

Advent – eine Zeit der Erwählung

Leistung ist gefragt. Wenn es der Mensch nicht mehr schafft, muss eben die Maschine herhalten. Die braucht höchstens eine Reparatur. Die redet nicht zurück und muss nicht sozialversichert werden. Das Leistungsdenken sitzt uns tief im Nacken und bestimmt unser Werten und Planen. mehr lesen