Edelkastanien – Maronizeit

Maroni – ein ausgezeichnetes Stärkungsmittel

Ein im Weinbauklima gedeihender Laubbaum
Die Edelkastanie wird bis zu 35 m hoch und 1000 Jahre alt. Sie blüht mit gelblichen, weißgrünen Kätzchen, perlenschnurförmig angeordnet. Der Baum erreicht oft einen gewaltigen Umfang. Die Blätter sind länglich-lanzettlich, sommergrün, am Rande gesägt, oberseits dunkelgrün, unterseits hellgrün. Dieses Buchengewächs braucht viel Wärme und ist bei uns in Österreich nur selten.
Die Früchte, die „Maroni“, schmecken äußerst gut. In südlichen Ländern sind sie so wichtig wie bei uns die Erdäpfel.
Dieser Baum bevorzugt kalkarme, tiefgründige Böden auf Sand oder Silikatgestein in Gebieten mit milden Wintern. Die jungen Bäume wachsen anfangs nur langsam, später aber beschleunigt heran.

Die Früchte des echten Kastanienbaumes
Sie schmecken roh sehr herb. Durch Rösten und Kochen hingegen werden sie genießbar: weich, mehlig, schmackhaft und sehr bekömmlich. Maronen, die sich weich und kautschukartig anfühlen sowie eine rauchschwarze Schale aufweisen, sind verdorben.

Wertvoll für unsere Gesundheit
Aufgrund der leichten Verdaulichkeit sind Zubereitungen mit Maronimehl als Kost für Kranke, Kinder und Erschöpfte ein ausgezeichnetes Stärkungsmittel. Edelkastanien enthalten viel Kalium, weiters Phosphor und Magnesium, aber wenig Natrium. Gerade wegen ihrer Kochsalzarmut können sie Herz-, Kreislauf- und Nierenkranken sehr empfohlen werden.
Aufgrund ihres Basenüberschusses eignen sich die Maronen als Nahrungsmittel für Rheuma- und Gichtkranke. – Vitamine der B-Gruppe stärken weiters die Nerven, was uns gerade in der sonnenarmen Herbst- und Winterzeit gut tut.
– Diabetiker müssen jedoch aufpassen: Für Zuckerkranke ist der hohe Kohlenhydrat-Gehalt auf die erlaubte Menge anzurechnen!

Damit Edelkastanien zu genießbaren Maronen werden
Möglichst große Früchte kaufen, da sie weniger austrocknen. Das Backrohr muss bis auf 210/220 ° C aufgeheizt werden. Die Früchte auf der runden Seite horizontal einschneiden oder einritzen. Aber nicht nur die Schale, sondern auch das dünne braune Häutchen. Die eingeschnittenen Edelkastanien dann waschen. Anschließend in sprudelnd heißem Wasser 5 bis 6 Minuten kochen, danach nicht abtrocknen, sondern ganz nass auf das heiße Blech geben und 35 Minuten braten, wobei es zischen soll. Das Blech herausnehmen und mit einem nassen Tuch 5 Minuten bedecken, so dass es nochmals zischt.
Nun sind die Früchte geröstet und lassen sich mitsamt dem braunen Häutchen schälen.

Maronenpüree
Die Kastanien schälen und durch den Fleischwolf drehen. Zucker karamelisieren, die Maronenmasse beifügen, durchrühren und mit Milch ablöschen. Darin die Maronen 20 bis 30 Minuten köcheln lassen und dann salzen. Da dieses Gericht leicht anbrennt und spritzt, muss es während der Kochzeit umgerührt werden. Es passt hervorragend zu Sauerkrautsalat.

Maronimehl selbst herstellen
Die festen, braunen Schalen mit einem Messer entfernen. Früchte kurz in heißes, aber nicht kochendes Wasser legen, so lässt sich die Fruchthaut ablösen. Kalt waschen, trocknen und wie Nüsse oder Getreide schroten bzw. mahlen. Das Mehl eignet sich gut für Suppen und zum Backen.

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