Die Stockrose fördert den Frohsinn

Sie hat hustenreizlindernde und krampflösende Eigenschaften

Das Ursprungsland der Stockrose dürfte China sein, wo sie heute noch verwildert wächst. Ebenso trifft man diese Pflanze in den Balkanländern und im Orient an. Über den Weg der Stockrose durch die Jahrtausende ist wenig bekannt. Es wird jedoch angenommen, dass diese Heilpflanze vom Mittelmeerraum und von dort über Italien nach Mitteleuropa gelangt ist.
Vermutungen gehen in jene Richtung, dass die Stockrose bereits im 8. Jahrhundert unter den Klosterkräutern zu finden war, jedoch unter dem Sammelnamen „malvas“. – Die älteste Abbildung der Stockrose findet sich im „Kräuterbuch“ des Hieronymus Bock, erschienen 1551. Damals hieß sie „Ernrosen“. Diese Bezeichnung kündet davon, dass die „Ernterose“ eben zur Zeit der Ernte erblüht. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis in den September hinein.

Die zwei- oder mehrjährige Prachtblume
Sie heißt botanisch „Althaea rosea“ und erreicht eine Höhe von bis zu 3 Meter. Die Stockrose besitzt einen einfachen, etwas rauhaarigen Stängel. Die langgestielten Blätter sind fünf- bis siebenlappig, gekerbt und mit Filzhaaren bedeckt. Die großen, herrlichen Blüten können einfach oder gefüllt sein, sie stehen achselständig einzeln oder zu zweien bis vieren zusammen. Die oberen Blüten sind fast ungestielt und bilden eine lange Ähre. Die Farben wechseln je nach Varietät von Gelb, Weiß, Blassrot über Karminrot bis zu Schwarzpurpurn. Die Blüten stellen Heilmittel dar. Sie enthalten Schleim- und Gerbstoffe, Pektin, Althaein, ätherisches Öl sowie Mineralstoffe. Als Sammelgut schneidet man die dunkelroten und violetten Blüten mitsamt dem Blütenkelch ab und legt das Erntegut bei mäßiger Wärme zum Trocknen auf.

Heilwirkungen der Stockrose
Infolge ihres hohen Schleimgehaltes entfaltet die „Pappelrose“ hustenreizlindernde und krampflösende Eigenschaften. Darüber hinaus erweist sie sich als entzündungshemmend und auch als schmerzlindernd. Der milde Tee fördert den Frohsinn. Er löst den Schleim und verleiht eine klare Stimme. Stockrosen-Blüten tun nicht nur den Atemwegen gut, sie halten auch Nieren und Magen gesund. Der Tee hilft weiters bei Erkältungskrankheiten, besonders bei Bronchitis, er tritt Magen-Darm-Katarrhen sowie innerlichen Entzündungen wirksam entgegen. Nicht zuletzt kann man den Tee als altbewährtes Gurgelmittel verwenden.

Stockrosen-Blütentee wird so zubereitet
2 Teelöffel voll frische oder getrocknete und zerkleinerte Blütenblätter mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und 1 Löfferl Honig beifügen. Von diesem Tee, der vor allem bei Husten, Heiserkeit und Asthma sehr wirksam ist, trinkt man 3-mal täglich 1 Schale schluckweise.

Stärkender Kräuter-Weinauszug
1 Teelöffel voll frische oder getrocknete, zerkleinerte Blüten der Stockrose werden in 1/8 l Rotwein kurz aufgekocht und 30 Minuten ziehen gelassen. Danach abseihen und den Wein schluckweise trinken. Er lässt nicht nur bei Ermüdung rasch wieder zu Kräften kommen und fördert den Frohsinn, sondern verschafft auch Linderung bei Hustenanfällen. Weiters ist dieser Stockrosen-Weinauszug ein vorzügliches Mittel für Mundspülungen bei Zahnschmerzen. Zuerst wird der gesamte Rachenraum damit ausgespült, hernach die Flüssigkeit über der schmerzenden Stelle einige Minuten im Mund behalten und zuletzt ausgespuckt.

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