Die Mistel – ein Halbschmarotzer

... mit hohem medizinischen Wert.

Die Mistel ist im Brauchtum verankert
In England hängt man zu Weihnachten Mistelzweige als Zeichen der Freude und Liebe auf. In Frankreich spielt die Pflanze am Neujahrstag eine große Rolle. Die Kinder laufen mit Mistelzweigen von Haus zu Haus und überbringen ihre Neujahrswünsche.
Ein kleiner, immergrüner, kugelförmiger Strauch
Die Mistel gedeiht als Halbschmarotzer auf Baumästen. Die beliebtesten Standorte dieses Teilparasiten sind die Äste von Pappeln, Linden, Apfel- und Birnbäumen, Ebereschen, Fichten, Kiefern und Tannen, sehr selten auch Eichen. Die Mistel, Viscum album ist im Sommer zwischen dem Laub ihrer Wirtsbäume kaum zu sehen. Im Winter hingegen kann man sie als Kugel mit ihrem Durcheinander von Zweigen und gelblichgrünen Blättern sofort erkennen. Die Stängel und Äste haben eine gelbgrüne Rinde, die immergrünen Blätter sind lederartig und verkehrt eiförmig. Sie fallen im Herbst des zweiten Jahres ab, überdauern also immer nur einen Winter. Von der Mistel gibt es Unterarten, die auf bestimmte Wirtsbäume spezialisiert sind.
Bitte beachten: Die weißen Beeren der Mistel sind giftig!

Wissenschaftliche Forschungen haben ergeben
Dass die Mistel einen hohen medizinischen Wert hat. Mistelpräparate, wie Mistelsaft oder kalt angesetzter Tee aus Mistelblättern, lösen einen erhöhten Stoffwechsel und eine gesteigerte Drüsentätigkeit aus. Sie bringen Anfänge der Gelbsucht zum Abklingen, helfen gegen Zuckerkrankheit und beheben Blutniederdruck oder Bluthochdruck gleichermaßen. Weiters ist die Mistel bei Kreislaufstörungen, Schwindelanfällen, leicht nervösen Herzstörungen, Epilepsie, Arthrose und Ischias dienlich. Mistel-Präparate finden auch Einsatz als begleitende Therapiemaßnahme in der biologischen Krebsbehandlung. Sie muss aber unbedingt von einem Arzt durchgeführt werden!

Ein Gartentipp
Tritt die Mistel nur in einem oder wenigen Exemplaren auf, dann wird der Wirtspflanze kein großer Schaden zugefügt. Mehrere Misteln auf einem Baum hingegen können diesen zum Absterben bringen. Die Misteln gehen dann aber gleichfalls zugrunde. - Ein von Misteln befallener Baum kann nicht durch Abschneiden des Mistelbusches gesäubert werden. Einzige Abhilfe schafft das Absägen des ganzen Astes unterhalb der befallenen Stelle.

Bei der Teezubereitung beachten
Die gut getrockneten Mistelblätter sollen 1 Jahr abgelagert sein. Misteltee wird im Kaltansatz zubereitet, da sonst die heilenden Wirkstoffe verloren gehen. Als Tagesration setzt man am Abend 2 Esslöffel getrocknete und zerkleinerte Mistelblätter mit 1/2 l kaltem Wasser 8 bis 10 Stunden lang an. Morgens abseihen und den Tee leicht angewärmt tagsüber ungesüßt in kleinen Schlucken trinken, 6 Wochen lang.

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