Die Kornblume bringt unsere Augen zum Strahlen

Das Kornblumen-Blau wirkt sich gut auf unsere Sehnerven aus

Die ursprünglich aus dem mittleren Orient stammende Kornblume (Centaurea cyanus) enthält heilbringende Wirkstoffe.
Der blaue Blütenfarbstoff Cyanin stärkt unsere Augen und hebt zudem unser Gemüt, der Gerbstoff Centaurein regt die Verdauung an und Schleimstoffe glätten die Hautwände.
Die Droge ist entzündungshemmend, harntreibend, appetitanregend, verdauungsfördernd, augenstärkend und wirkt leicht abführend. Kornblumen werden zwischen 30 und 80 cm hoch, ihre Stängel sind kantig und mit filzigen, weißen Härchen übersät. Die dunkelblauen Blütenköpfe sind endständig mit 5-zipfeligen Kronblüten. Einen Geruch verströmt die Blume nicht, ihr Geschmack ist leicht bitter und krautartig. Man findet sie in Getreidefeldern, Feldrainen und auf Brachböden.

Ein Blick genügt
Unsere Augen sind ein Wunderwerk, denn das Organ ermöglicht es uns Eindrücke wahrzunehmen. Aber zuviel muten wir ihnen oft zu: stundenlanges Arbeiten vor dem Computer, häufiges Fernsehen, angestrengtes Schauen in der Nacht z.B. beim Autofahren ... schlecht durchlüftete Räume belasten ebenso unser Sehvermögen. – Das Kornblumen-Blau wirkt sich gut auf unsere Sehnerven aus. Deshalb soll man sich ein kleines Sträußchen auf den Arbeitsplatz stellen und bei Ermüdungserscheinungen die Blüten kurz aber in Ruhe betrachten. Besonders günstig wirkt dieser Korbblütler als Teeabsud. 2 Teelöffel getrocknete Blüten mit ¼ l Wasser überbrühen, etwas abkühlen lassen. Einen Wattebausch in das warme Getränk tunken, mit Leinen umwickeln und schließlich auf die müden oder entzündeten Augen legen. Bei Augenringen empfiehlt es sich, eine Auflage mit Magertopfen zu machen. Den Topfen dick auftragen und 30 Minuten oben lassen, das hilft die dunklen Ringe aufzuhellen.

Im Kräutergarten sollte sie nicht fehlen
Die „Blaue Cyane“, wie die Kornblume noch genannt wird, bevorzugt durchlässigen Lehm- oder Sandboden. Die Aussaat sollte entweder im Herbst oder im Frühjahr erfolgen. Beim Setzen darauf achten, dass zwischen den Reihen 40 cm Abstand bleibt, nach jeder 2. Reihe 60 cm, um beim Einsammeln der Blüten die Pflanze nicht abzubrechen oder zu zertreten. Generell nicht zu dicht setzen, weil sich das Kraut sonst schlecht entwickeln kann. Dann wächst es zwar hoch, aber mit nur wenigen Blütenständen. Bei der Ernte die Blütenköpfe einsammeln, zuhause die Blütenblätter abzupfen und an einem luftigen und schattigen Ort trocknen, da sie bei direkter Sonneneinstrahlung oder bei Feuchtigkeit ihre Farbe und ihre Wirkkraft verlieren.

Anwendungsmöglichkeiten der Kornblume
Wenn man dem Kornblumenblüten-Tee (siehe Webshop) Honig oder Zitronensaft beigibt, dann hat man ein hervorragendes Mittel gegen Husten parat. Ungesüßt ist er bei Blasenleiden, Nierenträgheit und Kopfschmerzen anzuraten. Mundspülungen mit dem Tee können bei Mundfäule, Zahnfleisch- oder Rachenentzündung wesentliche Erleichterung bringen. – In der Tiermedizin wird der Tee bei Magenverstimmungen genutzt.
Kräuterpfarrer Weidinger empfahl bei Verdauungsstörungen, Leber- und Nierenleiden sowie bei Gelenksschmerzen folgende Mischung: 3 Teile Kornblumenblüten, 2 Teile Wermut, 1 Teil Frauenmantel. Dreimal täglich zu sich nehmen, den Absud am Abend erwärmen, in ein Leinensackerl geben und auflegen bis es erkaltet.
Sie können einen Kornblumen-Weinauszug selber herstellen: In 1 l Weißwein 30 g getrocknete Kornblumenblüten 10 Tage lang stehen lassen, dann abseihen. So erhalten Sie einen ausgezeichneten Aperitif, von dem Sie täglich 1 Gläschen trinken können.

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