Die Königskerze

– welch majestätische Heilpflanze

Ihr Name kann wörtlich genommen werden – nicht umsonst steht diese Pflanze unter Naturschutz. Man darf sie weder pflücken noch ausgraben, nur die Blüten bzw. der Samen dürfen geerntet werden. In Pech oder Wachs getaucht, diente sie schon den alten Griechen als nützliche Fackel. Die Blätter der Königskerze sind filzartig behaart, daher ist sie in vielen Gegenden auch als „Wollblume“ bekannt. Verbascum thapsiforme, so ihre botanische Bezeichnung, deutet auf eine zum Gelbfärben benutzte Pflanze hin.
Auf die richtige Ernte achten
Die pyramidenförmige Heilpflanze ist ein zweijähriges Kraut und kann bis zu 2 Meter hoch werden. Von Juli bis September gedeiht sie erhaben in voller Blüte und verströmt einen angenehmen Geruch. Man sammelt die voll erblühten goldgelben Blüten. Auf dem Boden liegende oder nasse Königskerzenblüten sollen nicht verwendet werden! Die beste Erntezeit ist um die Mittagszeit bei sonnigem Wetter. Die Blüten nach dem Einsammeln rasch im Halbschatten oder im Backrohr bei ca. 40 bis 45 °C trocknen, so behalten sie eine schöne gelbe Farbe. Braun gewordene Blüten sind von minderer Qualität.

Ihr heilender Inhalt
Ätherisches Öl, Saponin, Mineralsalze und Bitterstoffe sind ihre Hauptinhaltsstoffe. Die enthaltenen Schleimstoffe wirken entzündungswidrig, daher wird die Königskerze gerne bei Erkrankungen der Atemwege angewandt. Zudem wirkt diese Heilpflanze hautreinigend, auswurffördernd und krampflösend. So verhilft die Königskerze auch bei Magenschleimhautentzündung, Blasenleiden, Hämorrhoiden und Nervosität zur Besserung.

Innerliche Anwendung
2 Teelöffel der getrockneten Blüten mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und gut filtrieren, da ansonsten die feinen Härchen die Schleimhäute reizen könnten. Den Tee mit Honig oder Zitronensaft abschmecken. 3-mal täglich eine Schale trinken, um hartnäckigen Husten oder Erkältungen abzuwenden.

In der Tiermedizin
Auch hier wird der Tee vermischt mit Milch jenen Tieren verabreicht, die unter Katarrhen oder Husten leiden. Bei leichteren Verletzungen gibt man einige Tropfen des Tees auf die Wunde oder bringt lauwarme Umschläge an.

Äußerliche Verwendung
Die Königskerze eignet sich ausgezeichnet für die Hautpflege. Die Königssalbe nach dem Rezept des Kräuterpfarrers (siehe Webshop) wird für die Gesichts-, Hand- und Fingernagelpflege verwendet. Sie verleiht einen frischen Teint und hinterlässt ein angenehmes Hautgefühl.

Königskerzen-Ölauszug
Bei Atemwegserkrankungen 3-mal täglich die Brust damit einreiben. Sie können sich das Öl auf folgende Weise selbst herstellen: Die getrockneten Blüten 1 : 10 in kaltgepresstem Olivenöl 14 Tage ansetzen und filtrieren. Bei Ohrenschmerzen kann man sich einige Tropfen davon einträufeln. Bei Arthritis reibt man sich die schmerzenden Gelenke damit ein.

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