Der Quendel ist ein Symbol für Fleiß

Sein ätherisches Öl bereichert unser Leben

Eine alte Legende besagt, dass sich die heilige Gottesmutter einen Kranz aus den duftenden Quendelblüten flocht und zu ihrer Verlobung mit Josef trug. Die Griechen betrachten den Lippenblütler seit jeher als Zeichen für Emsigkeit. Die Bienen lieben ihn, da er ihnen Nahrung spendet. An sonnigen Hügeln, Felsen, Mauern und steinigen Plätzen können wir ihn antreffen.
Beschreibung
Die Blätter des Quendels oder Sandthymians (Thymus serpyllum) sind kurzgestielt und oval, die Blüten stehen in Büscheln und können rosa, rötliche und purpurne Farbnuancen annehmen. Seine dünnen, holzigen Wurzeln vergräbt er in sandigen, humusarmen Böden. Die Blütezeit reicht von Juni bis in den Spätherbst, der Quendel verströmt dabei einen angenehmen, zitronenartigen Geruch. – Einige Büschel in den Kleiderschrank gelegt, hält die Motten fern. Wir können den Quendel in pulverisierter Form auch zum Würzen in der Küche, vor allem bei Bratkartoffeln, Rühreiern, Suppen oder Topfenkäse nutzen. Fette Speisen wie Speck werden dadurch bekömmlich und leichter verdaulich.

Sein ätherisches Öl bereichert unser Leben
Dieser wichtige Bestandteil kann in vielen Lebenssituationen helfen, egal ob bei seelischen oder körperlichen Leiden. Bei Atemwegserkrankungen wirkt er wie ein wohltuender Balsam, hustenlindernd und schleimlösend zugleich. Für Asthmatiker ist ein Quendel-Weinauszug bestens geeignet. In 1 l Weißwein steckt man 6 bis 8 blütenreiche Zweige und verschließt die Flasche sorgfältig. 14 Tage in die Sonne stellen und dann abseihen. Man soll den Weinauszug stamperlweise vor den Mahlzeiten einnehmen.
Die Pflanze löst Krämpfe und kräftigt unsere Verdauung, stärkt unsere Seele und macht uns widerstandsfähiger gegen Grippe und Epidemien. Quendel wird auch als Schlafkraut bezeichnet, denn er hat ähnliche Heilkräfte wie Lavendel und Dost – somit ist er besonders zur Füllung von Kräuterkissen, die man sich ins Bett legt, geeignet. Der Duft des ätherischen Öls beruhigt und stärkt unsere Nerven.

Das Quendel-Hautwasser und -öl des Kräuterpfarrers
Dem alkoholischen Quendel-Auszug wird Minze, Kampfer und Menthol beigemischt. So stellen wir das stärkende, belebende, durchblutungsfördernde Hautwasser heute noch in unserem Kräuterhof  in Karlstein/Thaya von Hand her. – Anwendung findet das Quendel-Hautwasser als Einreibung um die Nasenlöcher, auf der Stirn, hinter den Ohrmuscheln oder auf den Unterarmen. Empfehlenswert ist dieses Hausmittel auch bei  Erschöpfungszuständen und Unentschlossenheit. Es dient weiters als hervorragendes Mittel nach der Rasur. Seine hautstraffende Eigenschaft empfiehlt sich für die Gesichtspflege, die mit Nachcremen der Veilchen-Salbe verstärkt wird. Bei hartnäckigen Kopfschmerzen lege man sich 5 Minuten lang ein mit Hautwasser getränktes Tuch auf.
Die Ölmischung entwickelt ihre heilende Kraft bei einschlafenden Füßen, sowie bei Rheuma- und Gichtschmerzen. Ihr intensiver Geruch vermag auch lästige Insekten zu vertreiben.

Bäder und Waschungen
Schlecht heilende, übelriechende Wunden können mit Quendel-Tee gereinigt werden, denn er besitzt  desinfizierende Kräfte. – 40 g des Kleinschnittes in einem Sackerl über den Bade-Wasserhahn hängen und heißes Wasser darüberlaufen lassen. Mit kaltem Wasser temperieren. Dieses Bad ist vor allem Sportlern anzuraten, um die Glieder zu stärken. Nervöse Menschen sollten ebenso öfters dieses mutmachende, vitalisierende Bad genießen.

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