Der Löwenzahn stärkt unsere Leber

Die Bitterstoffe in Blättern und Wurzeln sind wertvoll

Der Löwenzahn ist vielerorts verbreitet. Allüberall, wo der Wind ein Samenkorn hingetragen hat, dort wächst er und vermehrt sich sehr rasch. Sogar auf altem Mauerwerk und selbst zwischen Pflastersteinen findet er immer noch ein Plätzchen zum Wachsen und seine spindelförmige Wurzel in die Erde zu treiben.
Der in allen Teilen der Pflanze enthaltene Milchsaft gilt als besonderes Charakteristikum. Die Blätter sind lang, lanzettlich und stark gezähnt. Sie bilden grundständige Rosetten.

Der Löwenzahn hat seinen Namen übrigens von diesen Blättern, deren Zacken an die Zähne des indischen Löwen erinnern. Die botanische Bezeichnung lautet „Taraxacum officinale“. Im Volksmund heißt man den Löwenzahn unter anderem „Pusteblume“, „Kuhblume“ oder „Milchblume“. Der aufrechte, hohle Stängel ist blattlos und trägt nur je 1 Blütenköpfchen, in seltenen Fällen findet man auch zwei zusammengewachsen. Die Korbblüten schließen sich nachts und bei Regenwetter. - Aus der spindelförmigen, tief in den Boden reichenden Pfahlwurzel des ersten Jahres entwickelt sich später ein Wurzelstock mit kräftigen Haupt- und vielen Nebenwurzeln von einer Länge bis zu 50 Zentimeter. Die Pflanzenhöhe schwankt zwischen 10 und 50 Zentimeter. Wurzel und Blätter sind fast geruchlos. Die Blüten haben einen feinen süßlichen Duft.

Der Geschmack von Wurzel und Blättern ist leicht bitter. Die vitaminreichen Blätter pflückt man von März bis Mai und bereitet sie frisch als Tee zu und verarbeitet sie auch in der Küche fleißig zu Salaten, Suppen und Gemüse. Dies entschlackt und macht frühlingsfit. - Man kann die Blätter ebenso im Schatten trocknen und hat sie dann das ganze Jahr über für die Teezubereitung parat. Die Wurzeln gräbt man im Spätherbst.

Die Bitterstoffe in Blättern und Wurzeln
Sie machen den Löwenzahn wertvoll für unsere Gesundheit. Dieses Kraut wirkt allgemein anregend auf Leber, Galle und Milz. Es stellt somit ein wertvolles Kräftigungsmittel dar. Der Löwenzahn ist eine unserer wichtigsten entgiftenden Heilpflanzen zur Blutreinigung, bei Frühjahrsmüdigkeit und zur Entgiftung bei Gelenkabnutzung. Er reguliert darüber hinaus noch den Blutdruck, belebt die Drüsen, fördert die Verdauung, bringt den Stoffwechsel wieder so richtig in Schwung, wirkt Harnstauungen entgegen, regt die Leber- und Gallentätigkeit an und kräftigt den Magen.

Tee aus frischen oder getrockneten Löwenzahn-Blättern
2 Teelöffel voll zerkleinerte Blätter mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. 6 Wochen lang 3-mal täglich vor jeder Mahlzeit eine Schale dieses Tees ungesüßt getrunken, eignet sich gut für eine Frühjahrskur. Sie übt auch eine äußerst günstige, schmerzlindernde Wirkung bei rheumatischen Beschwerden aus. Gichtschmerzen lassen ebenfalls nach. Bei Leber- und Gallenleiden soll man auf die Heilkraft des Löwenzahn-Blättertees nicht vergessen. Ziehen Angst oder Sorgen in dein Herz ein - was die Gallenblase und auch die Harnblase zu einem Steinbruch werden lassen könnte - dann geh doch am Löwenzahn nicht achtlos vorüber!

Ein Gemisch von Wurzeln und Blättern
Das ist als Tee besonders zu empfehlen. So nutzt man nämlich die Gesamtheit der wertvollen Inhaltsstoffe des Löwenzahns auf vortreffliche Weise.

Löwenzahn-Sirup, oft auch fälschlich „Löwenzahn-Honig“ genannt
Man sammelt dafür 4 gehäufte Hände voll Löwenzahn-Blüten und kocht sie in 2 l Wasser gut auf, seiht danach ab und rührt in den heißen Saft 1500 g Rohzucker sowie den Saft von 2 unbehandelten Zitronen. Diese Flüssigkeit wird nun so lange unter beständigem Rühren eingekocht, bis eine sirupartige, fadenziehende Masse entsteht. Zuletzt füllt man sie in Gläser ab, die man nach dem Erkalten kühl und dunkel lagert. - Dieser Löwenzahn-Sirup schmeckt fast wie Honig und mundet besonders gut auf dem Butterbrot. Man beachte jedoch den Zuckergehalt! Der Sirup wirkt tonisch, blutreinigend und eröffnend.

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