Der Frauenmantel

Er ist wahrlich ein "Frauenkraut"

Auf Wiesen und Weiden, an Wegrändern, in lichten Wäldern und im Gebüsch ist das ausdauernde Rosengewächs wildwachsend anzutreffen. Die Pflanze wird 10 bis 30 Zentimeter hoch. Die gelbgrünen Blütenrispen duften kaum. Das Kraut schmeckt etwas bitter. Dieses Heilkraut sollte man im Frühjahr im eigenen Garten pflanzen. Hier dient es als natürlicher und hübscher Bodendecker. In der Floristik verwendet man gerne die dekorativen Blätter.
Ein besonderes Merkmal
Die sieben- bis elflappigen Blätter sind rosettenartig gefaltet und ähneln einem mittelalterlichen Mantel der Frauen. An den Zähnen der Blattränder bilden sich kleine Wassertröpfchen, die in der Sonne wie kleine Diamanten funkeln. Die Pflanze wurde daher auch „Alchemistenkraut“ genannt.

Wirkstoffe
Gerb- und Bitterstoffe, wenig ätherisches Öl, etwas Salizylsäure, Harz, pflanzliches Öl und Lezithin kommen im Kraut vor.

Frauenmantel-Tee
2 Teelöffel zerkleinertes Kraut mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. 2 bis 3 Schalen täglich trinken.

Heilanzeige
Der Tee eignet sich sehr gut zur Behandlung von Frauenleiden, wie Wechseljahrsbeschwerden, zu starker Periode und anderen Unterleibsbeschwerden. Weiters handelt es sich um ein schnellwirkendes Mittel bei Schnupfen. Auch bei Magen- und Darmleiden ist der Tee hilfreich. Äußerlich angewandt, beseitigt er Hautunreinheiten von Jugendlichen, lästige Narben verschwinden durch Auflagen, die Heilung alter Wunden wird beschleunigt. Der Tee tut aber auch Männern gut, denn er wirkt sich vorteilhaft auf das Entwässerungssystem des Körpers aus.

Sitzbäder bei Unterleibsbeschwerden
2 Hände voll Frauenmantel-Kraut für 1 l kochendes Wasser. 15 Minuten ziehen lassen, den Tee abseihen und zum Sitzbadewasser gießen.

Hervorragendes Pflegemittel für die Haut
Frauenmantel-Kraut in kaltgepresstem Olivenöl 8 Tage lang im Verhältnis 1 : 4 in einem warmen Raum oder am Fenster in der Sonne ansetzen. Nach dieser Zeit abseihen und auspressen. Dieses Mittel lässt sich mit Erfolg zur Nachbehandlung von Operationswunden und zur besseren Vernarbung anwenden.

Frauenmantel-Blätter
Frisch gesammelt, gereinigt, zerquetscht und aufgelegt, heilen Wunden, Stiche und Schnitte.

In der Tiermedizin
Gilt Frauenmantel wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung auch als gutes Futterkraut. Weibliche Haustiere kommen nach dem Werfen schneller wieder zu Kräften und können ihre Jungen besser mit Milch versorgen, wenn sie Frauenmantel-Tee eingeflößt bekommen.

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