Der Blutweiderich

... ist nicht nur ein Schmetterlings-Freund

Diese Heilpflanze hat ihr Leben dem Wasser angepasst, daher findet man den Blutweiderich (Lythrum salicaria) häufig an Teichrändern, in Sümpfen und seichten Flüssen. Die purpurroten, ährenförmigen Blüten leuchten uns von der Ferne entgegen, immerhin kann das mehrjährige Kraut eine Höhe von 150 cm erreichen. Von Juli bis September ist die günstigste Erntezeit.
Schmetterlings-Magnet
Im Volksglauben galt der Schmetterling – je nach Farbe – als Ankündiger für Gutes oder Böses. Viele Falter drohen heute auszusterben, denn sie sind nur an bestimmte Lebensräume angepasst. Der Blutweiderich ist ein wichtiger Überlebensspender, sein Nektar dient als Futterquelle für Schmetterlinge und ihre Raupen.

Antibiotische Wirkung
Gerbstoffe, Pektin, Salicarin, Schleimstoffe sowie ätherische Öle sind die wichtigsten Komponenten der Pflanze. Aufgrund seiner antibiotischen Wirkung ist er vor allem in der Grippezeit als Tee zu empfehlen. Bei Durchfall wirkt die Droge entzündungshemmend und stopfend auf unsere Verdauung.

Mobilisiert unsere inneren Kräfte
Zerstoßen Sie die getrockneten, zerkleinerten Blüten in einem Mörser, so dass Sie ein feines Pulver erhalten. Täglich 2 bis 3 Teelöffel mit etwas Honig oder Marmelade vermischt und einen Schluck Apfelsaft nachgetrunken, verhilft es zur Selbstfindung und die verborgenen Lebenskräfte werden aktiviert. Für Tee-Liebhaber hat Kräuterpfarrer Weidinger folgenden „Stimmungserheller“ (siehe Webshop) kreiert: 30 g Heidekraut, 20 g Spitzwegerich, 15 g Hagebuttenfrüchte, 10 g Blutweiderich, 10 g Ysop, und 5 g Goldmelisse. Dieses Teegetränk heitert nicht nur auf, sondern empfiehlt sich auch als ausgezeichneter Tee für die ganze Familie, der die Abwehrkräfte stärkt und die Atemwege schützt.

Verwendung in der Küche
Die frischen Blüten kann man dem Kompott oder der Marmelade beimengen.
Als Suppenbeigabe ist Blutweiderich ebenfalls hervorragend geeignet: Unter kaltem Wasser abwaschen, abtropfen lassen, klein schneiden und der Suppe hinzufügen. Als Salatbeigabe nutzt man ihn ebenso, allerdings erzeugt der Gerbstoff einen leicht bitteren Geschmack. Wenn Sie Vogelmiere oder Melde hinzufügen, so wird er milder.
– Auch ein Sirup kann aus dem Blutweiderich gewonnen werden: Setzen Sie 250 g des zerkleinerten und getrockneten Krautes mit 1 ½ l kaltem Wasser 24 Stunden im warmen Raum an. Danach abseihen und der Flüssigkeit im gleichen Gewichtsverhältnis Zucker zugeben. Schließlich auf die Herdplatte stellen und bis zur Sirup-Konsistenz unter Umrühren eindicken lassen. Man wendet diesen Sirup bei Darmschleimhautentzündungen an, Erwachsene können 4 bis 5 Esslöffel, Kinder 4 bis 5 Teelöffel voll davon einnehmen.

Äußerliche Anwendung
5 Esslöffel voll getrocknete, zerkleinerte Blütenzweige in 1 l Wasser 20 bis 30 Minuten bei mittlerer Hitze kochen und filtrieren. Der Absud hilft als Umschlag oder Waschungen bei offenen Krampfadern, Scheidenentzündung und Hauterkrankungen. Für körperliche und geistige Entspannung ist ein Bad aus den Blüten und Blättern anzuraten. Überbrühen Sie für ein Bad 70 bis 100 g Blüten-Blätter-Gemisch mit 3 l Wasser, lassen Sie es eine halbe Stunde ziehen und geben Sie es dann dem Badewasser bei – das ist eine Stärkung für Haut und Geist!

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