Aufbrechen – Wallfahren

Was das Wallfahren bringt

14.10.
2009
Santiago de Compostela, Jerusalem, Mariazell, Altötting, Maria Taferl und viele andere mehr sind Ziele von unzähligen Pilgern, die oft zu Fuß weite Strecken auf sich nehmen und bewältigen.
Immer wieder beeindrucken mich die Schilderungen solcher Pilgererlebnisse. Wallfahren ist wieder „in“. Ich persönlich freue mich jedes Mal, wenn ich als Seelsorger und Priester die eine oder andere Gruppe auf den Wallfahrten rund um das Stift Geras begleiten darf.

Miteinander Abstand gewinnen und dabei sich selbst öffnen und annehmen: das ist der erste Schritt, den viele Gott sei Dank wagen. Die Selbstfindung wird ja heute sehr groß geschrieben. So ist es auch gut, wenn diese sich vollzieht. Bleibt es jedoch allein bei der heilsamen Erkenntnis seiner selbst, so finde ich, dass dies ein klägliches Ergebnis so mancher Mühe und Suche ist. Werde ich immer wieder auf mich selbst zurückgeworfen, so kreise ich auf die Dauer um mich selbst wie ein lebloser Mond, der niemals frei wird.
Wallfahren hat immer den Größeren, den Höheren zum Ziel, ja, Gott, den Urgrund meiner Existenz selbst.

Viele von uns sind daran gehindert, jetzt spontan eine Wallfahrt zu beginnen. Dafür gibt es viele Gründe: die Finanzen, die beruflichen Verpflichtungen, die Aufgabe, in der Familie jemanden zu pflegen und zu betreuen, die eigene Krankheit und Gebrechlichkeit und vieles andere mehr.

Die Kirche gibt uns aber eine großartige Hilfe in die Hand, um vom Alltag Abstand zu gewinnen, ohne diesen gering zu schätzen. Es ist das Beten des Rosenkranzes, auf das gerade im Oktober ein besonderes Augenmerk gelegt wird.

Wenn ich an unseren geschätzten Kräuterpfarrer Hermann-Josef Weidinger zurückdenke, so habe ich ihn oft erlebt, wie er in schönen und schweren Stunden immer wieder die Perlenschnur des Rosenkranzes zur Hand nahm, um im Gebet Halt, Orientierung und echte Dankbarkeit zu finden.

Das Beten des Rosenkranzes ist letztendlich nichts anderes als eine Wallfahrt. Im Geiste betrachten wir die einzelnen irdischen und himmlischen Stationen des Lebens Jesu Christi.
Wir brechen im Gebet auf, uns von der Fülle eines in Gott vollendeten Lebens beschenken und stärken zu lassen.

Im konkreten Beten des Rosenkranzes tritt Jesus in mein Leben ein und hilft mir, selbst manches in meinen Augen Ausweglose zu akzeptieren und Gott als den jeweils Größeren handeln zu lassen.

Es gibt so viele Gelegenheiten, die Zeit zum Beten zu nutzen. Das ist allemal besser als sie totzuschlagen.

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