An die Luft setzen

Die Eberraute für die Zimmeratmosphäre

30.09.
2017
Wie in jeder Sprache, so gibt es auch im Deutschen Vokabel, die eine mehrfache Bedeutung besitzen. So weist die Bezeichnung Eber für sich isoliert auf das männliche Schwein hin. Doch in einer Zusammenfügung sieht das ganz anders aus. Nehmen wir als Beispiel die heutige Heilpflanze namens Eberraute her. Der Wortteil „Eber“ kommt vom alten Wort „Aber“, das so viel wie „falsch“ heißt. Als Beispiel sei hier der allgemein bekannte Aberglaube erwähnt, der eben einen falschen oder vielmehr irregeführten Glauben ausdrückt.
Der Begriff Eberraute ist sehr gut zu vergleichen mit der Eberesche, die ja auch keine Esche ist, sondern vielmehr zu den Rosengewächsen zählt. Um zur eigentlichen Verwandtschaft, den verschiedenen Wermutarten zu gelangen, ist daher der wissenschaftliche Name der Eberraute von wesentlicher Bedeutung. Er lautet: Artemisia abrotanum. Einer antiken Legende nach soll die Jagdgöttin Artemis  (bei den Römern: Diana) einem Zentauren das Wermutkraut gegeben haben, der dieses wiederum ihr zu Ehren Artemisia benannte. Die Eberraute ist also nichts anderes als eine besondere Wermut-Art, die ursprünglich im östlichen Mittelmeergebiet und kleinasiatischen Raum beheimatet war. Sehr bald wurde sie aber schon in den Breiten nördlich der Alpen kultiviert und suchte sich von dort aus einen Weg in die Wildnis, so dass es durchaus vorkommen kann, die Eberraute auch in milderen Zonen Österreichs in der freien Natur anzutreffen.

Das Wirkspektrum der Eberraute ist breit gefächert. So profitieren die Verdauung und die Harnausscheidung genauso von diesem Heilkraut wie auch die Organe der Frau und der gesamte Bewegungsapparat. Dort, wo noch frische Eberrautentriebe im Garten stehen, können sie die Luft in Innenräumen auffrischen helfen.

Gebündelter Luftreiniger
Lässt man frisch gepflückte Büschel der Eberraute im Raum mit dem Kopf nach unten hängen, so tragen sie auf eine sehr dezente Weise dazu bei, das Klima der vorhandenen Luft zu verbessern. Die atmosphärische Qualitätssteigerung bewährt sich nicht nur in Wohnräumen, sondern kann auch in Diensträumen, Büros und sogar in Tierställen praktiziert werden.

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