Ausgleich für den Magen

Die Goldmelisse als Gewürz

16.09.
2017
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? – so darf man wohl des Öfteren fragen, wenn es darum geht, bewusst auf Produkte zurückzugreifen, die keinen langen Transportweg hinter sich haben. Schauen wir dabei auf die Kräuter, so finden wir durchaus Vertreter, deren Ahnen bereits vor Jahrhunderten aus Übersee zu uns kamen und die nun direkt vor der Haustüre als Gartenpflanzen gedeihen.
Mit der Goldmelisse (Monarda didyma) haben wir einen derartigen Einwanderer der Kräuterwelt, der aufgrund seiner Herkunft auch Indianernessel genannt wird. In den Gärten lässt sich dieses Gewächs ohne große Probleme kultivieren. Die Goldmelisse (Monarda didyma) wächst in aufrechten, stark verzweigten Büschen und kann die Höhe von 1 Meter erreichen. Die Blüten sind innen scharlachrot gefärbt und von violetten Deckblättern umgeben. Um gut zu gedeihen, benötigt unsere heilkräftige Freundin jedoch einen nährstoffreichen Boden und einen sonnigen Standort. Die Blütenblätter erntet man den ganzen Sommer über und lässt diese an einem luftigen Ort gut trocknen, bevor man sie in dunklen Schraubgläsern aufbewahrt. Beim Sammeln passt man auf die Insekten wie Bienen und Wespen auf, welche die Goldmelisse ebenfalls sehr schätzen.

Der Indianernessel wird nachgesagt, dass sie bei ihrer Verwendung eine Herzenswärme in den Körper einzubringen vermag, und das ist in der Tat auch so. Ein Tee, der z. B. mithilfe ihrer Blüten aufgegossen wird, besitzt eine bestechende goldgelbe Farbe und ist daher auch schön anzusehen. Und er zeitigt eine beruhigende Wirkung. Genau diese lässt sich aber auch noch auf eine andere Weise abrufen.

Mit Blättern würzen
Von der Goldmelisse pflückt man in der Regel die Blütenblätter (s.o.) , die eine sehr kostbare Heildroge darstellen. Doch ist es durchaus möglich, die grünen Blätter dieses Lippenblütlers abzuzupfen und sorgfältig zu trocknen. Sollte dies bereits geschehen sein, so kann man darangehen, sie zu zerkleinern.  Damit steht ein Gewürz zur Verfügung, das man beliebig zum Einsatz bringen kann. Vor allem bei nervösen Magenschmerzen darf dies vermehrt geschehen.

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