Ein Sinnbild für Maria

Die Weiße Taubnessel

15.08.
2017
Heute feiern wir den Großen Frauentag, der besser unter dem Namen Mariä Himmelfahrt bekannt ist. Seit jeher werden in der darstellenden Kunst Pflanzen als Sinnbilder für die Gottesmutter verwendet und der Himmelskönigin an die Seite gestellt. In diesem Zusammenhang kennen viele sicherlich die „Rose ohne Dornen“.
In Anlehnung daran möchte ich an die Weiße Taubnessel (Lamium album) denken, die buchstäblich im Schatten ihrer viel häufiger benutzten und daher prominenteren Kräuterkollegen steht. Ihre Blüten erscheinen wie ein reines Gewand. Und weder bedrohlich noch groß bezeichnet schon im 13. Jahrhundert der gelehrte Bischof Albertus Magnus unsere bescheidene Freundin aus dem Pflanzenreich. Vor der Brennnessel hat man immerhin Respekt und hält den gebotenen Abstand ein, um nicht mit einem Schmerz auf der Haut des Weges zu ziehen. Doch nur das Äußere erweckt bei der Weißen Taubnessel einen gefährlichen Schein. In Wirklichkeit zählt diese Heilpflanze zur großen Familie der Lippenblütler, was man schon beim Betrachten ihrer schönen Blüten erkennen kann. Diese enthalten Gerb- und Schleimstoffe, verschiedene Säuren und Flavonoide sowie Iridoide.

Wenn die Taubnesseln im Frühling frisch austreiben, kann man sie Salaten als gesunde Ergänzung beifügen und damit den Darm stärken. Interessant ist zudem, wie sich Taubnesseln verbreiten lassen. Sie nehmen die Ameisen zu Hilfe, welche die reifen Nüsschen des Heilkrauts samt einem eingebauten Öltropfen als Delikatesse schätzen und daher über weite Strecken transportieren. Doch kehren wir zurück zu unseren gesundheitlichen Anliegen und im speziellen zu unserer Haut, an der man nicht nur Leiden und Kummer, sondern vieles andere mehr ablesen kann. Nach dem Sommer hat vor allem die Sonne unsere Schutzschicht am Gesicht herausgefordert.

Frühstückstee für Gesicht und Haut
Das frische und zerkleinerte Kraut der blühenden Weißen Taubnessel kann man mit getrockneten und ebenfalls zerkleinerten Walderdbeerblättern abmischen. 2 Teelöffel davon mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und dann 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abseihen und mit etwas Honig süßen. Diesen Tee gleich morgens genießen. Das hilft mit, das Blut zu reinigen, überschüssige Harnsäure abzuführen und ebenso den Stuhlgang zu erleichtern. Man kann ruhig 3 Wochen hindurch eine derartige Kur durchführen.

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