Klüger in die Zukunft gehen

Labkraut kann den Schweiß mindern

14.08.
2017
Nach einer Reihe von Hitzewellen tut es vielen von uns einfach gut, wieder klimatisch gemäßigtere Zeiten erleben zu dürfen. Gerade in städtischen Gebieten kommt es innerhalb der berüchtigten Sonnenperioden auch nachts kaum zu einer spürbaren Abkühlung. Verantwortlich dafür sind der aufgeheizte Beton und der warme Asphalt auf den Straßen, die mehrstöckige Bauten selbst nach Sonnenuntergang immer noch mit abstrahlender Wärme beschicken.
Den Sommer schätzt hingegen alljährlich das Echte Labkraut (Galium verum). Auf den Wiesen und Feldrainen streckt es sich förmlich den gleißenden Strahlen vom wolkenlosen Himmel entgegen, nicht ohne dankbar für andere Gewächse in der nächsten Umgebung zu sein, an denen es sich abstützen und hochranken kann. Das Labkraut besitzt nämlich eine grazile Statur. Sobald ich dieses liebenswerte und honiggleich duftende Kraut in der Natur beim Spazierengehen entdecke, sinniere ich über die Tugend der Einfühlsamkeit, die gerade in ihren feinziselierten Trieben und Blüten bildlich zum Ausdruck kommt.

Und in Wahrheit wirken die Inhaltsstoffe des Labkrautes stärkend und wohltuend auf sämtliche Drüsen unseres Organismus. Das kommt einem u. a. zugute, wenn man Probleme mit dem nächtlichen Schwitzen hat. Denn der für den Kreislauf so notwendige Schweiß wird nirgendwo anders produziert als eben in den dafür vom Schöpfer vorgesehenen Drüsen, die in unserer Hautschicht sitzen. In der kalten Jahreszeit kann es leider ebenso vorkommen, dass der Nachtschweiß ein Problem bleibt, vor allem dann, wenn man in geheizten Räumen die Nachtruhe verbringt. Dagegen lässt sich jedoch etwas mithilfe des Echten Labkrautes unternehmen.

Labkraut mit Salbei kombinieren
Von getrockneten Triebspitzen und Blüten, die zuvor zerkleinert wurden, nimmt man 2 Esslöffel voll und vermischt sie mit derselben Menge zubereiteter Salbeiblätter. Diese Mischung wird nun mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Kurz vor dem Schlafengehen kann man den gesamten Körper damit einreiben. Nicht nachtrocknen, sondern von selbst einziehen lassen. In der Früh nach dem Aufstehen erneut durchführen. Der hier geschilderte Aufguss wird noch um eine Spur wirksamer, indem man ihm 1 Esslöffel Wein- oder Apfelessig beifügt.

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