Beeren und Blätter

Die Schwarzen Johannisbeeren schätzen

26.07.
2017
Der Sommer verwandelt alljährlich unsere Gärten in kleine Paradiese. Die grünen Oasen rund ums Haus sind ja doch die Orte, an denen am besten der Ausgleich zu dem oft hektischen Bewältigen des Alltags geschaffen werden kann. All jene dürfen sich glücklich schätzen, denen es gelingt, nach getaner Arbeit abzuschalten und die Seele gleichermaßen in der Kulisse der Natur baumeln zu lassen.
 Dieser Genuss kann noch gesteigert werden, wenn die mühevolle Arbeit der Gartenpflege dadurch belohnt wird, dass Bäume und Sträucher zur rechten Zeit ihre Früchte feilbieten. Die Schwarzen Johannisbeeren (Ribes nigrum) zum Beispiel, die in vielen Gebieten Österreichs besser unter dem Namen Schwarze Ribisel bekannt sind, vereinen in ihren Beeren einen guten Geschmack und ein reiches Angebot an Vitaminen und Mineralstoffen. Sobald die Ribisel also von der Sonne zur vollen Reife geführt wurden, kann man diese köstliche Wohltat direkt vom Strauch zum Gaumen führen. Hat man genug Johannisbeeren im eigenen Garten, sollte man den Aufwand nicht scheuen, diese auch zu entsaften und auf jene Weise haltbar zu machen.

In der Naturheilkunde bedient man sich überdies seit Generationen der grünen Blätter der Beerensträucher, um sie durch Trocknen zu einer Droge aufzubereiten, die zum Aufgießen eines heilsamen Tees zur Verfügung steht. Im Falle von Keuchhustenanfällen kann man Kindern sowohl den Johannisbeer-Saft zu trinken geben als auch den Tee, der aus den Blättern der Schwarzen Johannisbeere gekocht wurde, bei nächtlichen Anfällen löffelweise reichen. Aber auch sonst sind diese Gewächsteile von großem Nutzen.

Die Körpermitte stärken
Die in der Vegetationsperiode geernteten und getrockneten Blätter der Schwarzen Ribisel können vor allem in den Wintermonaten hilfreich sein. Frauen mit schwachem Blasenschließmuskel sollten dann 6 Wochen lang Schwarzen-Johannisbeerblätter-Tee morgens nüchtern ungesüßt trinken. Und jetzt im Sommer ist es sinnvoll, die Droge verschiedenen Tees beizumischen, um damit den Durst zu stillen und so für genügend Flüssigkeit zu sorgen, die der Organismus benötigt.

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