Über die Haut wirken

Brennnesseln können ganz sanft sein

05.07.
2017
Wenn uns Menschen auf die Nerven gehen, möchten wir zumindest eine Weile keinen Kontakt mit ihnen pflegen. Oder wir haben schon einmal eine schlechte Erfahrung mit jemandem gemacht. Dann möchten wir am besten gar nichts mit der entsprechenden Person zu tun haben.
Ähnliche Gedanken können wir auch bei den Brennnesseln hegen, die wir gern auf Distanz zu uns halten. Bevor wir sie jedoch ganz abtun, sollten wir über deren heilenden Wert einmal nachdenken. Das sollten wir übrigens ebenfalls bei Mitmenschen tun, die uns je nach Stimmungslage lästig fallen, jedoch durch den einen oder anderen Dienst durchaus unserem Leben den Wert geben, den es für uns gegenwärtig besitzt.

Physisch gesehen kann es im Handumdrehen passieren, dass wir uns in unserer Haut gar nicht wohl fühlen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich der eine oder andere Nerv entzündet und uns daraufhin unsägliche Schmerzen bereitet. Häufiger passiert das im Kieferbereich, aber ebenso kann es rund um die Gelenke, am Rücken oder in der Beckenzone zu derartigen Beeinträchtigungen kommen. Dann ist meist guter Rat teuer.

Genau in diesen Situationen dürfen wir uns wiederum an die Brennnessel erinnern, die uns mit ihrer fast nicht zu bändigenden Wuchskraft womöglich auf den Geist geht, weil wir selbst Hand anlegen müssen, um anderen Pflanzen an ihrer Stelle wiederum zum nötigen Platz zu verhelfen. Bei Nervenschmerzen erweist sich die Brennnessel als guter Freund. Am besten ist es, diesen mithilfe von Alkohol zu konservieren und so griffbereit in der Nähe zu haben, wenn die Nerven mit einem Schmerz nach Hilfe „schreien“.

Brennnessel-Tinktur
2 Handvoll frischer Brennnesseltriebe werden klein geschnitten und mit 1/4 Liter gutem Obstbrand oder Ansatzalkohol übergossen. In einem Glasgefäß, das sich verschließen lässt, stellt man beides zusammen 14 Tage lang ans Fenster. Danach abfiltrieren, mit destilliertem Wasser auf ca. 30 % Alkoholgehalt verdünnen und in einem dunklen Fläschchen aufbewahren. Bei einem Schmerzanfall lässt sich diese Tinktur als Einreibung auf den betroffenen Stellen verwenden, um so wiederum eine Besserung herbeizuführen.

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