Für den Rachen sorgen

Das Hirtentäschel verwenden

20.06.
2017
Jesus Christus wird in der Bibel als der gute Hirt bezeichnet. Er selbst beschreibt mit diesem Bild die Hinwendung zu all jenen, die ihm anvertraut sind. Obwohl das Bild herumziehender Herden in unserer zivilisierten Welt oft keine Rolle mehr spielt, erinnert uns so manche Pflanze an die einst viel gepflogene Weidewirtschaft bei Schaf und Ziege.
Das Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris) ist so ein botanischer Anhaltspunkt hierfür. Wir finden dieses Kreuzblütengewächs in ganz Europa. Diese ein- bis mehrjährige Pflanze besitzt eine spindelförmige Wurzel und wird zwischen 30 und 40 cm hoch. Aus einer vielblättrigen Rosette erwächst der Blütenstand, der sich in eine langgezogene Fruchttraube verwandelt, an der wir dann die kleinen verkehrt herzförmigen Schoten finden, nach denen das Heilkraut benannt ist. Als Standort bevorzugt die Pflanze Wiesen, Wegränder, Erdhaufen und Gräben. Zudem liebt sie stark gedüngten Boden. Das blühende Kraut wird normalerweise von April bis September geerntet. Es wird im Schatten getrocknet und muss, nachdem es kleingeschnitten wurde, lichtgeschützt aufbewahrt werden.

In der Volksheilkunde fand das Hirtentäschel schon seit langem bei Gicht, Gelbsucht und bei inneren und äußeren Blutungen seine Anwendung. Diese Heildroge wirkt in erster Linie gefäßverengend, gefäßverdichtend und eignet sich, wie eben erwähnt, u. a. als gutes Blutstillmittel. Das Innere unseres Mundes und des darunter liegenden Rachens bleibt auch im Sommer vor Infektionen oder Entzündungen nicht gefeit. Da kann man ganz gut auf das Hirtentäschel zurückgreifen.

Gurgelwasser aus Hirtentäschelkraut
Dazu nimmt man 2 Teelöffel getrocknetes Hirtentäschel-Kraut und überbrüht dieses mit 1/4 Liter kochenden Wassers, lässt es 15 Minuten ziehen und seiht es zuletzt ab. Bei Mund- und Racheninfektionen kann man diesen Tee äußerlich zum Gurgeln oder für Mundspülungen heranziehen.

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