Zierde und Heilkraft

In der Kapuzinerkresse finden

17.06.
2017
Die Gabe der Unterscheidung wird von den alten geistlichen Vätern der Kirche als sehr hohes Gut in allen Schriften beschrieben. Letztendlich ist sie eine Gabe das Heiligen Geistes, also ein göttliches Geschenk. Um nun auf eine andere Ebene zu wechseln, wage ich den Schritt aus theologischen Höhen zur praktisch angewandten Botanik. Hierbei ist es manchmal ganz schwierig, Pflanzen nach ihrer ursprünglichen Wuchsheimat auseinanderzuhalten.
Eine beliebte Blume ist z. B. die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet im westlichen Südamerika zu finden ist. Seit dem 17. Jahrhundert ist jedoch bereits ihr Vorkommen in den europäischen Gärten dokumentiert, so dass heute kaum jemand mehr an die weite Reise der Ahnen des beliebten Gewächses denkt. Die Kapuzinerkresse wächst entweder am Boden oder die rankenden Sorten auch bis über 2 Meter in die Höhe, wobei sie ihre Blattstiele als Kletterhilfen gebrauchen. Man kann alle Teile der Pflanze essen. Blüten und Blätter eignen sich für Salate und zum Garnieren, die Knospen und die unreifen Fruchtstände wiederum werden in Essig eingelegt und als Ersatz für Kapern verwendet.

Die Kapuzinerkresse ist in ihren Stängeln, Blüten und Blättern reich an Schwefel und Vitaminen. Sie wirkt allgemein kräftigend und zuweilen auch abführend. Zeitgenossen, bei denen ein erhöhter Cholesterinspiegel festgestellt wurde, sind ebenfalls gut beraten, die Kapuzinerkresse in irgendeiner Aufbereitung zu konsumieren oder anzuwenden. Bei sehr vielen Leiden und Wehwehchen gilt es, das dem Körper und seiner Gesundheit Zuträgliche von allem anderen zu unterscheiden. Es ist also sicher nicht schlecht, mit der Kapuzinerkresse einen Schritt in die heilbringende Richtung zu gehen.

Beigabe am Tisch
Blätter und Blüten der Kapuzinerkresse können wie ein Salat angerichtet werden. Oder man mischt sie einfach zu anderem frischen Blattgrün dazu. Übrigens, wer noch keine Erfahrung mit dieser schmucken Pflanze hat, kann deren Blätter fein schneiden und sie entweder unter einen Topfenkäse rühren oder einfach auf ein Butterbrot legen. Das ist ganz einfach und macht manche Skeptiker schnell mit dieser guten Gabe aus der Natur vertraut.

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