Dem Temperament entsprechen

Der Knoblauch belebt uns

12.06.
2017
Will man uns Menschen über einen Kamm scheren, scheitert man binnen kürzester Zeit an diesem Versuch. Auch wenn dies in manch absolut regierten Staaten noch immer versucht wird, ist ein Zusammenbruch dieser allgemeinen Gleichschaltung absehbar. In all jenen, die uns begegnen, eröffnet sich in Wirklichkeit eine Fülle an verschiedenen Charakteren, die unser Zusammenleben erst wirklich bunt und lebenswert macht.
Wer Kräuter schätzt und sie bewusst verwendet, darf daher auf die je eigene Verfasstheit Rücksicht nehmen. Eine Zutat wird dahingesehen seit eh und je als wertvoll erachtet. Die ist der Knoblauch (Allium sativum). Angefangen von den Pyramidenbauten, bei deren Errichtung die Arbeiter mit Knoblauch versorgt wurden, um gegen ansteckende Bakterien immun zu sein bis hin zur berühmten Äbtissin Hildegard von Bingen hat auch heute der Verweis auf den Wert des Knoblauch nichts an Gültigkeit eingebüßt. Seine die erregenden Keime abwehrende Wirkung liegt vor allem am Vorhandensein des ätherischen Öles Allicin.

Wenn trotz allen medizinischen Fortschrittes die so genannten Zivilisationserkrankungen nicht abnehmen und stets neue Infektionen ganze Völker bei Mensch und Tier bedrohen, so sollte man den schlichten Hausverstand einschalten und das verwenden, was sich bereits über Jahrhunderte und Jahrtausende bewährt hat. Aber vergessen wir nicht den jeweiligen Charakter, den wir individuell aufweisen. Die eher in ihrem Wesen Schwerfälligen und Behäbigen ordnen wir denen zu, die gerne als Phlegmatiker bezeichnet werden. Um hier eine erhöhte Belebung der Aktivität und des Interesses der Umwelt gegenüber auch körperlich zu fördern, ist es sicher gut, vermehrt auf die Kraft der Pflanzen zu setzen. Und meistens ist in der Speis ohnehin der Knoblauch griffbereit gelagert.

Im Ganzen oder tropfenweise
Die einzelnen Zehen einer Knoblauchzwiebel können fein zerschnitten und aufs Brot gelegt, in den Salat gemischt oder als Würze für ein Fleischgericht verwendet werden. Man kann aber auch aus ihnen kleine Mengen eines intensiv schmeckenden Saftes pressen, der zwei- bis dreimal am Tag in der Menge von 10 Tropfen eingenommen werden darf. Das unterstützt den Kreislauf und hält die Erhärtung der Gefäße hintan. Indirekt hilft dies auch den Phlegmatikern, besser mit sich und ihrer Umwelt zurechtzukommen.

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