Unvorhergesehene Äußerung

Dem Schluckauf mit Pfefferminze begegnen

24.04.
2017
Ist gegen alles ein Kraut gewachsen, Herr Pfarrer? Nun, ich meine eher, für alle Menschen sind die Heilpflanzen da. Und wer zu ihnen eine gute Beziehung aufbaut, erntet früher oder später den Nutzen davon.
So ist es gut, sich dankbar darüber zu freuen, dass die Gewächse uns nicht im Stich lassen. Ein Beispiel dafür ist die Pfefferminze (Mentha piperita). Ganz klar, dass vor allem der im Heißaufguss zubereitete Tee häufig und einige Zeit lang getrunken wird. Die Pfefferminze ist eigentlich ein Bastard. Seit dem 17. Jahrhundert wurde diese Kulturpflanze von England aus über Europa und in die ganze Welt verbreitet, so dass heute schon ein Großteil der Erdbevölkerung Kenntnis über ihren Namen und ihren angenehmen Geschmack besitzt. Das schafft der Pfefferminze viele Freunde.

In ihrer Heilwirkung erweist sich die wohlriechende Gartenfreundin z. B. als krampflösend bei Magen- und Darmstörungen. Zudem ist sie nervenberuhigend und kräftigend nach vorübergehenden Erkältungskrankheiten. Ebenso erfahren die Galle und die Leber durch sie eine hilfreiche Unterstützung. Aber man soll die Pfefferminze keinesfalls auf Dauer anwenden, sondern auch auf andere wertvolle Kräuter in regelmäßigen Intervallen zurückgreifen! Bei einem Anliegen kann es jedoch gut sein, spontan die Pfefferminze zum Einsatz zu bringen. Wenn sich das Zwerchfell z. B. schnell zusammenzieht und uns dann ein unvorhergesehener Laut entwischt, so nennen wir das Schluckauf. Bei Kleinkindern können wir dieses harmlose Phänomen recht oft beobachten. Dennoch ist es uns persönlich unangenehm. Also, eine Maßnahme sollte jedenfalls ausprobiert werden.

Pfefferminz-Tee für den Bauch
Man kann Pfefferminztee gezielt einsetzen, um unter anderem die Gallensaftproduktion anzukurbeln oder lästige Gärprozesse im Magen und im Zwölffingerdarm hintanzuhalten. Bei Schluckauf ist es zudem gut, eine Tasse, die im herkömmlichen Heißaufgussverfahren angerichtet wird (2 TL für 1/4 l Wasser, 15 Minuten ziehen lassen), langsam und schluckweise zu trinken. Das hilft mit, dass wir uns wieder besser unter Kontrolle haben. Kleinkindern soll man aber keinen Pfefferminztee verabreichen!

Die Lyrik-Trilogie des Kräuterpfarrers

KÖSTLICHE FRÜCHTE – Verse zum Nachdenken
IN GOLD GEPRÄGT – Aufatmen der Seele
TROTZ ALLEM – Heilkraft des Lächelns

mehr lesen

Apfel-Rotkraut

Mit dem Apfel-Rotkraut serviert man Vollkornknödel oder Serviettenknödel und glasierte Maroni. mehr lesen